Wörterbuch der Melancholie: Stichwort 'Trauer, Tränen'

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URI: http://hdl.handle.net/10900/66568
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-665687
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-7988
Dokumentart: Aufsatz
Date: 2015-11
Language: German
Faculty: 5 Philosophische Fakultät
5 Philosophische Fakultät
Department: Philosophie
DDC Classifikation: 100 - Philosophy
Keywords: Melancholie , Trauer , Weinen , Verlust , Versagung , Immanuel Kant , Natur , Schicksal , Adorno, Theodor W.
Other Keywords: Else Lasker-Schüler
Unverfügbarkeit
Erhabenheit
Erhabenes
Naturhaftigkeit
Kreatürlichkeit
fate
own nature
mourning
tears
melancholy
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Inhaltszusammenfassung:

'Die Träne quillt, die Erde hat mich wieder!' - dieses Faust-Zitat verwendet Theodor W. Adorno in seiner 'Ästhetischen Theorie', um gegen Kant einen neuen Begriff der Erhabenheit zu etablieren. Angesichts der Übermacht der Natur erlebe das Subjekt gerade nicht seine Zugehörigkeit zum Reich der Vernunft, sondern im Gegenteil seine Naturhaftigkeit. Zusammen mit der Unmöglichkeit der Selbstbegründung erfährt das Subjekt dabei aber gerade Freiheit - die es nach außen umgebenden Mauern, seine Fassade zerbricht. Das Stichwort 'Trauer, Tränen' beschreibt diese Erfahrung: Im Weinen kann sich eine Verbindung ergeben zu allem Mit-Seienden. Und ebenso zu jener Natur, die einen selbst ausmacht. Diese erfahren Melancholiker häufig als schicksalhafte und unerbittliche Macht. Im Weinen kann aber auch ihre andere Seite erfahren werden, das Fördernde oder Möglichkeiten Eröffnende.

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