Vergleich muttersprachlicher und nicht-muttersprachlicher Vokale mit Deutsch als Zielsprache: Ein statistischer Vergleich in Corpora

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Zitierfähiger Link (URI): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-54494
http://hdl.handle.net/10900/46850
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2011
Sprache: Deutsch
Fakultät: 5 Philosophische Fakultät
Fachbereich: Sonstige - Neuphilologie
Gutachter: Truckenbrodt, Hubert (Prof. Ph.D.)
Tag der mündl. Prüfung: 2011-01-11
DDC-Klassifikation: 400 - Sprache, Linguistik
Schlagworte: Aussprache , Phonetik , Vokal , Fremdsprachenlernen , Sprachstatistik
Freie Schlagwörter: Vokalsystem
Pronunciation , Phonetics , Vowel space , Second language acquisition , Linguistic statistics
Lizenz: http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/deed.de http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/deed.en
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Inhaltszusammenfassung:

In dieser Arbeit wird verglichen inwieweit sich deutsche muttersprachliche Vokale und die Aussprache dieser Vokale durch Deutsch lernende Studenten unterscheiden. Dabei wird auf phonetische Messdaten wie die Formantwerte und der Vokaldauer zurückgegriffen. Zuerst beschreibe ich die Ergebnisse neurolinguistischer und psycholinguistischer Studien zur Sprachverarbeitung im Gehirn und zum Zweitspracherwerb bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Da die Messungen auf gelesenen, vollständigen Texten durchgeführt werden und die Streuung der Daten für Zweitsprachenlerner größer ausfällt als für Muttersprachler, werden als nächstes die Vorbedingungen für den Einsatz parametrischer Verfahren erklärt wie z.B. des t-Tests oder der Varianzanalyse. Zusätzlich werden statistische Methoden beschrieben, die geringere Anforderungen an die Verteilung der Daten stellen und für den Einsatz auf Corpora entwickelt wurden. Dann werden deutsche muttersprachliche Aufnahmen untersucht, deren Messergebnisse als Vorlage für den Vergleich mit nicht-muttersprachlichen Aufnahmen dienen. Die analysierten Unterschiede beim Lesen von Kurzgeschichten und Dialogen dienen als Begründung für die Materialauswahl, d.h. die Beschränkung auf gelesene Texte im Gegensatz zu Nacherzählungen, freien Gesprächen oder Wortlisten. Als nächstes führe ich Untersuchungen zur Aussprache britischer, italienischer und chinesischer Muttersprachler durch. Die Auswahl der Sprachgruppen soll verschiedene Sprachfamilien mit einbeziehen, außerdem achte ich auf ausreichend große und ausgewogene Gruppen an Versuchspersonen. Zuerst werden, soweit sinnvoll, in beiden Sprachen vorhandene Vokale verglichen. Danach beschäftige ich mich mit dem Gegensatz zwischen gespannten und ungespannten Vokalen, der im Italienischen und im Chinesischen nicht vorhanden ist, und als letztes mit unbekannten Lauten, wobei sich vor allem Umlaute anbieten. Im Chinesischen werden zusätzlich die Auswirkungen eines im Deutschen nicht vorhandenen Vokals besprochen.

Abstract:

This thesis uses phonetic measurements such as formant values or vowel duration to determine the extent to which native German speakers’ vowel pronunciation differs from the pronunciation of students learning German. First of all, the results of neurolinguistic and psycholinguistic studies concerning mental processing of speech and second language acquisition in children, teenagers and adults are described. As my studies are based on complete texts being read aloud and as second language learners’ data exhibits a greater dispersion than native speakers’ measurements, the necessary requirements to conduct parametric tests are introduced, e.g. the t-test and the analysis of variance. Additionally, statistic methods with lower prerequisites are presented that were developed for use in corpora. Then native German recordings are analyzed. The results serve as a comparison to values gained from non-native data. Furthermore, recordings of short stories and transcribed dialogues are compared. The outcomes justify my choice of audio material in which I limit my studies to read texts and exclude retellings, free conversation and word lists. Subsequently, the pronunciation of native speakers of British English, Italian and Mandarin (Standard Chinese) is examined. The languages have been selected to include a range of language families. Moreover, it was important to choose sufficiently large and balanced groups of speakers. Firstly, vowels that exist in German and the test persons’ native language are compared. Then the contrast between tense and lax vowels which does not exist in Italian or Chinese is examined. The final tests feature vowels that do not exist in the test groups’ native languages especially umlaut vowels. Concerning Chinese the effects of a native vowel that is not part of the German vowel inventory are presented.

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