Durch die Form gefangen: Bauplan-bedingte physikalische Limitation der Existenz von Landschnecken

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dc.contributor.advisor Wharan, David (Prof. Dr.)
dc.contributor.author Zimmermann, Sascha
dc.date.accessioned 2026-10-16T13:11:00Z
dc.date.available 2026-10-16T13:11:00Z
dc.date.issued 2026-10-16
dc.identifier.uri http://hdl.handle.net/10900/184489
dc.identifier.uri http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1844894 de_DE
dc.identifier.uri http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1844894 de_DE
dc.identifier.uri http://dx.doi.org/10.15496/publikation-125802
dc.description.abstract In der heutigen Zeit, in der der Klimawandel zunehmend voranschreitet und sich klimatische Bedingungen drastisch ändern, stehen Arten und Populationen vor der Notwendigkeit, kurz-fristig auf neue Umwelt- und Klimabedingungen zu reagieren, um nicht lokal auszusterben. Gerade bei wechselwarmen (poikilotherme) Lebewesen stellt sich die Frage, welche physika-lischen und biologischen Faktoren die thermische Belastbarkeit begrenzen. Landschnecken sind hierfür als Modellorganismen besonders geeignet, da ihre Körpertemperatur aufgrund ihrer vergleichsweise geringen Mobilität, der exponierten Aufenthaltsorte sowie der geringen Körpergröße stark von den lokalen Umweltbedingungen beeinflusst wird. Ziel dieser Arbeit ist es, den Wärmehaushalt der Landschnecke Theba pisana physikalisch zu charakterisieren und darauf aufbauend physikalisch-thermodynamischen Grenzen zu untersuchen, die sich aus den vorgegebenen funktionalen, geometrischen und materialbedingten Grundstrukturen des Bauplans von terrestrischen Gastropoden ergeben. Hierfür wurde ein instationäres Simulationsmodell entwickelt, das die Körpertemperatur von T. pisana über Energiebilanzen berechnet. Wärmeströme der solaren, terrestrischen und at-mosphärischen Strahlung, der Eigenstrahlung der Schnecke, Konvektion, Evaporation sowie metabolische Wärmeproduktion des Tieres gehen hierbei in diese Energiebilanzen ein. Die Modellgrößen des Sauerstoffverbrauchs als Maß für den Metabolismus und des Wasserver-lusts durch Evaporation, wurden experimentell ermittelt und in das Modell integriert. Zusätz-lich wurden geometrische Eigenschaften der Schneckenschale, umweltabhängige Randbedingungen sowie unterschiedliche Orientierungen der Tiere zur Sonne, variable Abstände zur Erdoberfläche, verschiedene Windgeschwindigkeiten und die Absorptionsgrade unterschiedlich pigmentierter Schneckenschalen ermittelt und in die Simulation miteinbezogen. Die Ergebnisse zeigen, dass der Wärmehaushalt von T. pisana hauptsächlich durch Strahlung und Konvektion bestimmt wird. Parameter wie die Höhe der Schnecke über dem Boden, wodurch die unmittelbare Umgebungstemperatur und die Windgeschwindigkeit maßgeblich bestimmt werden, der Absorptionsgrad der Schale sowie temporäre Beschattung wirken sich deutlich auf die maximale Körpertemperatur aus. Evaporation und Metabolismus tragen ebenfalls zur Energiebilanz bei, im Vergleich zu Strahlung und Konvektion ist ihr direkter Beitrag hierzu jedoch vergleichsweise gering. Das entwickelte Modell ermöglicht es, diese Zusammenhänge quantitativ zu analysieren und thermische Grenzbedingungen für Theba pisana bei unterschiedlichen Umweltbedingungen abzuschätzen. Insgesamt stützen die Ergebnisse die zentrale Annahme, dass die Existenzbe-dingungen von Theba pisana durch bauplanbedingte physikalische Grenzen mitbestimmt wer-den. Die Schnecke kann aufgrund ihrer Schalenform, Pigmentierung, Größe, der begrenzten Verdunstung und der Abhängigkeit von geeigneten Mikrohabitaten nicht beliebig flexibel thermisch reagieren. Deshalb ist es unter Extrembedingungen für die Überlebensfähigkeit der Individuen entscheidend, ob das Habitat innerhalb dieser physikalischen Grenzen eine aus-reichende thermische Entlastung bietet. de_DE
dc.description.abstract asd de_DE
dc.language.iso de de_DE
dc.publisher Universität Tübingen de_DE
dc.rights ubt-podno de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en en
dc.subject.ddc 500 de_DE
dc.subject.ddc 530 de_DE
dc.subject.ddc 570 de_DE
dc.title Durch die Form gefangen: Bauplan-bedingte physikalische Limitation der Existenz von Landschnecken de_DE
dc.type PhDThesis de_DE
dcterms.dateAccepted 2026-09-28
utue.publikation.fachbereich Physik de_DE
utue.publikation.fakultaet 7 Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät de_DE
utue.publikation.noppn yes de_DE

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