Vergleich von Point of Care (PoC) Gerinnungsmessverfahren in der Kardiochirurgie bezüglich der Detektion von Restheparin

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/184488
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1844887
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-125801
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2026-10-16
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Medizin
Gutachter: Magunia, Harry (Prof. Dr)
Tag der mündl. Prüfung: 2026-08-20
DDC-Klassifikation: 610 - Medizin, Gesundheit
Freie Schlagwörter: Heparin
Hämostase
POCT
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Postoperative Blutungen gehören in der Herz- und Kinderherzchirurgie zu den häufigsten Komplikationen. Viele Faktoren begünstigen diese – unter anderem intra- und postoperative Hypothermie, chirurgische Verletzungen oder der Kontakt des Blutes mit körperfremden Oberflächen. Ein großer Faktor ist aber auch die Gerinnungshemmung mittels Heparin. Die ausreichende Antagonisierung muss sichergestellt und überwacht werden. Dafür stehen in der Klinik mehrere Verfahren zu Verfügung. Einige davon wie z.B. die Bestimmung der Anti Xa-Aktivität benötigen eine gewisse Zeit, während PoC-Tests ihre Ergebnisse innerhalb weniger Minuten bereitstellen können. Diese Arbeit setzt sich mit der Frage auseinander, inwieweit das PoC-Gerät TEG® 6s dafür geeignet ist, eine Restheparinwirkung zu detektieren. Dafür wurden insgesamt 154 Messungen mit dem TEG® 6s retrospektiv analysiert und mit anderen etablierten Messverfahren zur Bestimmung der Heparin-Wirkung verglichen (Anti Xa-Aktivität, aPTT und ACT). Darüber hinaus wurden die Vormedikation mit Medikamenten, die die Hämostase beeinflussen, und die postoperativen Flüssigkeitsverluste über die Drainagen als Marker für postoperative Blutungen festgehalten. Die mit dem TEG® 6s bestimmten Parameter zeigten sich in der untersuchten Population unbeeinflusst von gerinnungshemmenden Medikamenten. Allerdings zeigten diversen Messmethoden teils nur schwache Korrelationen und keinen signifikanten Zusammenhang. Diese Studie lässt also keine Aussage darüber zu, ob und inwieweit das TEG® 6s für das Feststellen einer Restheparinwirkung eingesetzt werden kann. Des Weiteren lässt sich anhand dieser Daten keine Vorhersage darüber treffen, ob eine unzureichende Antagonisierung des Heparins zu einem erhöhten Risiko der postoperativen Blutung führt. Die Thromboelastographie ist auf Grund der schnellen Bereitstellung der Ergebnisse ein vielversprechendes Verfahren. Es sind jedoch weitere systematische Studien erforderlich, um den generellen Einsatz der Technik zur Detektion von Restheparin zu überprüfen.

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