| dc.contributor.advisor |
Kessler, Stefan (Prof. Dr.) |
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| dc.contributor.author |
Prokop, Eva Sophie |
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| dc.date.accessioned |
2026-09-03T09:49:10Z |
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| dc.date.available |
2026-09-03T09:49:10Z |
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| dc.date.issued |
2026-09-03 |
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| dc.identifier.uri |
http://hdl.handle.net/10900/182960 |
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| dc.identifier.uri |
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1829608 |
de_DE |
| dc.identifier.uri |
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-124274 |
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| dc.description.abstract |
Bei Prothesenwechseln nach endoprothetischem Gelenkersatz und bei
Metallentfernung nach Osteosynthesen zur Frakturversorgung werden trotz
fehlender Infektionzeichen in der Literatur Low-Grade-Infektionen in 17-40%
beschrieben (Dapunt et al., 2015; Fuchs et al., 2018). Zum Nachweis können
Abstriche, Gewebeproben oder histologische Gewebeuntersuchungen
angewendet werden.
In dieser Studie sollte überprüft werden, wie hoch die Raten von Low-GradeInfekten bei PatientInnen aus der Orthopädie und Unfallchirurgie bei Prothesenwechsel und Metallentfernung sind und welche prädisponierenden
Risikofaktoren dabei bedeutsam sein können. Es sollte geklärt werden, welche
diagnostischen Untersuchungen zur Feststellung eines Low-Grade-Infektes am
besten geeignet sind und welche Konsequenzen für die Therapie daraus
gezogen werden können. Dazu wurden prospektiv alle bis dahin
asymptomatischen PatientInnen mit Prothesenwechseln und Metallentfernungen
vom 01.06.2023 bis zum 31.12.2024 in die Studie aufgenommen. 369
PatientInnen wurden eingeschlossen, davon 262 (71%) Metallentfernungen und
107 Wechseloperationen (29%).
Intraoperativ wurden aus dem Implantatlager Abstriche, Gewebeproben zur
mikrobiologischen Untersuchung und ein Gewebestreifen zur histologischen
Untersuchung entnommen. Die Gewebestreifen wurden nach HE-Färbung nach
der Focus Klassifikation bezüglich der Anzahl der nachgewiesenen neutrophilen
Granulozyten eingeteilt. Es wurden die Daten der PatientInnen wie Alter,
Geschlecht, BMI, die Art und Lokalisation der eingebrachten Implantate, sowie
die präoperativen Entzündungsparameter (Leukozyten und CRP), als auch die
Nierenfunktionswerte (Harnstoff und Kreatinin) dokumentiert. Ebenso wurde
auch die Qualifikation des Operateurs bzw. der Operateurin bei der Erstoperation
erfasst. Die Behandlungsverläufe der PatientInnen mit Low-Grade-Infekten
wurden im Rahmen einer Nachuntersuchung nach durchschnittlich 13,7 Monaten
erhoben.
Die Ergebnisse zeigen hochsignifikante Unterschiede in der Infektionsrate
zwischen Orthopädie und Unfallchirurgie, insbesondere mit einer höheren
Infektionsrate in der Unfallchirurgie (30 % vs. 2 %). Signifikante Risikofaktoren
für Infektionen waren das männliche Geschlecht und Plattenosteosynthesen bei
Klavikula- und Oberarmkopffrakturen. Low-Grade-Infektionen wurden signifikant
häufiger festgestellt, wenn im präoperativen Labor vor Prothesenwechsel oder
Metallentfernung erhöhte Leukozyten- und CRP-Werte gemessen wurden.
Cutibacterium acnes war der am häufigsten nachgewiesene Verursacher von
Low-Grade Infekten. Gewebeproben hatten mit einer Sensitivität von 76% und einer Spezifität von 98% eine höhere Prädiktion für Low-Grade-Infektionen als Abstriche (Sensitivität 48% und Spezifität 99%) und histologische Untersuchungen (Sensitivität 31%
und Spezifität 99%). In fast der Hälfte der Low-Grade-Infektionen passte die
perioperative Antibiotikaprophylaxe nicht zum nachgewiesenen Keim. Auf
Grundlage der aktualisierten AWMF S3 Leitlinie vom Dezember 2024 sollen bei
Osteosynthesen und Prothesen an der Schulterregion die perioperative
Antibiotikaprophylaxe von Cefazolin auf Ampicillin/Sulbactam (Unacid©)
angepasst werden. Entsprechend der vorliegenden Studienergebnisse und der
Leitlinienempfehlungen wurden die klinikinternen SOPs im Hinblick auf
zukünftige Behandlungen dieser Art ebenfalls angepasst. Nun soll auch die
routinemäßige Entfernung der eingebrachten Plattenosteosynthesen an
Klavikula und Oberarmkopf nach abgeschlossenem Heilungsverlauf auch bei
asymptomatischen PatientInnen erfolgen. Durch dieses Vorgehen soll die Rate
der Low-Grade-Infekte verringert werden. In keinen der nachfolgenden Follow
ups zeigten sich weitere klinische Auffälligkeiten. |
de_DE |
| dc.language.iso |
de |
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| dc.publisher |
Universität Tübingen |
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| dc.publisher |
Universität Tübingen |
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| dc.rights |
ubt-podno |
de_DE |
| dc.rights.uri |
http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de |
de_DE |
| dc.rights.uri |
http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en |
en |
| dc.subject.other |
Prothese |
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| dc.subject.other |
Low-grade-Infektion |
de_DE |
| dc.subject.other |
Low-grade-Infection |
en |
| dc.subject.other |
Infection |
en |
| dc.subject.other |
Infektion |
de_DE |
| dc.subject.other |
Prothesis |
en |
| dc.subject.other |
Osteosynthese |
de_DE |
| dc.subject.other |
Endoprothese |
de_DE |
| dc.title |
Vergleich der Prävalenzen asymptomatischer Low-Grade-Infekte im Implantatlager nach Entfernung von Osteosynthesematerial und Prothesenkomponenten bei Wechseloperationen. Eine prospektive Studie. |
de_DE |
| dc.type |
PhDThesis |
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| dcterms.dateAccepted |
2026-04-08 |
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| utue.publikation.fachbereich |
Medizin |
de_DE |
| utue.publikation.fakultaet |
4 Medizinische Fakultät |
de_DE |
| utue.publikation.noppn |
yes |
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