Chronotyp, aversive Persönlichkeitsmerkmale und pandemiebedingter Lockdown: Zusammenhänge zwischen Schlafverhalten und nicht-kognitiven Prädiktoren für den akademischen Erfolg

DSpace Repositorium (Manakin basiert)


Dateien:

Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/173721
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1737214
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1737214
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-115046
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2026-01-08
Sprache: Deutsch
Fakultät: 7 Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Fachbereich: Biologie
Gutachter: Randler, Christoph (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2025-11-05
DDC-Klassifikation: 370 - Erziehung, Schul- und Bildungswesen
500 - Naturwissenschaften
Freie Schlagwörter: Chronobiologie
Schlaf
akademisch
Lernen
nicht-kognitiv
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
Zur Langanzeige

Inhaltszusammenfassung:

Das Schlafverhalten wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, darunter der bevorzugte Schlaf-Wach-Rhythmus (Chronotyp), die Schlafqualität und die Tagesschläfrigkeit. Diese Dissertation analysiert, inwiefern sich das Schlafverhalten durch den pandemiebedingten Lockdown verändert hat, wie es mit aversiven Persönlichkeitsmerkmalen der Dunklen Triade zusammenhängt und welche Rolle es als Prädiktor für akademische Leistungen spielt. Die Analyse basiert auf einer Stichprobe von 637 Studierenden, die mittels validierter Fragebögen zu Schlafgewohnheiten, Chronotyp und Persönlichkeitsmerkmalen befragt wurden. Ziel war es, die Wechselwirkungen zwischen diesen Faktoren zu analysieren. Die Ergebnisse zeigen, dass der pandemiebedingte Lockdown sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf das Schlafverhalten hatte. Studierende berichteten von früheren Schlafenszeiten und geringerer Tagesschläfrigkeit, jedoch auch von unregelmäßigen Schlafmustern, die potenziell das Wohlbefinden beeinträchtigen. Aversive Persönlichkeitsmerkmale wie Machiavellismus, Narzissmus und Psychopathie gingen mit späteren Schlafenszeiten, instabilen Zeitplänen und vermehrten Schlafstörungen einher. Diese Merkmale können daher die Stabilität des Schlaf-Wach-Rhythmus beeinträchtigen und emotionale Regulationsprozesse erschweren. Darüber hinaus ergab die Analyse, dass Chronotyp und Schlafqualität mit nicht-kognitiven Aspekten wie Selbstregulation und Motivation korrelieren. Besonders ausgeprägt war der Zusammenhang zwischen der wahrgenommenen Stärke täglicher Energieschwankungen und einer geringeren Selbstregulation. Abschließend zeigt diese Dissertation, dass Chronotyp, aversive Persönlichkeitsmerkmale und der pandemiebedingte Lockdown das Schlafverhalten sowie nicht-kognitive Prädiktoren beeinflussen, die potenziell für akademische Leistungen relevant sein könnten. Die Ergebnisse liefern wichtige Anhaltspunkte für die Entwicklung von Interventionen zur Förderung stabiler Schlafrhythmen und der Stärkung von Selbstregulationsprozessen.

Das Dokument erscheint in: