Fetale Verhaltensstadien und Hirnantworten unter Lichtstimulation, Tonstimulation und in Ruhe - eine fMKG Studie

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URI: http://hdl.handle.net/10900/104392
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1043925
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-45770
Dokumentart: Dissertation
Date: 2020-08-05
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Taran, Florin-Andrei (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2019-05-13
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Fetus , Gehirn , Reaktion , Stimulation
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Zielsetzung Fetale Magnetoenzephalographie (fMEG) erlaubt die Untersuchung fetaler Hirnreaktionen auf Stimulation, sowie die Unterscheidung von vier fetalen Verhaltensstadien (aktiv/passiv wach/schlafend) mittels Detektion fetaler Bewegung und Herzratenvariabilität. Ziel der Studie war zu untersuchen, ob die Stimulationsart (Licht oder Ton) einen Einfluss auf die Verhaltensstadien hat, ob sich Latenzen und Amplituden akustisch evozierter Hirnpotentiale (AER) und visuell evozierter Hirnpotentiale (VER) unterscheiden, und ob die fetalen Verhaltensstadien einen Einfluss auf Latenzen und Amplituden der Hirnpotentiale haben. Materialien Per fMEG wurden die fetale Herz- und Hirnaktivität nach Ton- und Lichtstimulation und ohne Stimulation über jeweils 10 Minuten aufgezeichnet. Die Stimulationsabfolge erfolgte zufällig. Methoden Bei 48 gesunden Probandinnen (mittlere SSW: 35) wurden Messungen durchgeführt. Die statistische Auswertung erfolgte mittels SPSS. Ergebnisse Es gab keinen signifikanten Unterschied in der Verteilung der fetalen Verhaltensstadien unter Ton- und Lichtstimulation sowie ohne Stimulation (aktiv zu passiv: ohne Stimulation: 70% vs. 30%; AER: 80% vs. 20%; VER: 70% vs. 30%). Es gab keine Unterschiede zwischen AER- und VER- Latenzen (AER: 248 +/- 101ms; VER: 247 +/- 106ms). Jedoch waren die Amplituden der VERs signifikant höher als die der AERs (p < 0.001, AER: 7.6 +/- 4.36fT; VER: 11.23 +/- 6.77fT). Es gab keinen Haupteffekt der Verhaltensstadien auf Latenzen und Amplituden der AER und VER. Zusammenfassung Unter Lichtstimulation zeigten sich signifikant höhere Amplituden. Ein Einfluss der Verhaltensstadien auf die Hirnaktivität konnte nicht gezeigt werden. Diese Ergebnisse bestätigen, dass AER und VER vergleichbar in fMEG-Studien angewendet werden können, wobei aufgrund der stärkeren VER-Amplitudenhöhe, diese in der Auswertung besser erkennbar sind.

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