Die stereotaktische Vakuumbiopsie der Mamma - Vergleich von Screening- und kurativer Kohorte, unterschiedlichen Nadelgrößen und bestimmten Läsionen

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URI: http://hdl.handle.net/10900/91823
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-918233
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-33204
Dokumentart: Dissertation
Date: 2019-08-21
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Wiesinger, Benjamin (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2019-06-05
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Brustkrebs , Mammografie , Screening , Biopsie
License: Publishing license including print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Ziel dieser Doktorarbeit war es, mit der retrospektiven Evaluation von 2051 konsekutiv an der Universitätsklinik Tübingen durchgeführten stereotaktischen Vakuumbiopsien (STVB) der Mamma zur Klärung von vier klinisch relevanten Fragen beizutragen. Erstens wurde exploriert, ob sich aus den strukturellen Unterschieden (Patientinnenalter und -hintergrund, gesetzliche Vorgaben) zwischen Patientinnen aus dem gesetzlichen Mammografie-Screening und außerhalb dieses Screenings (=kurative Kohorte) auch Unterschiede in radiologischen Läsionen, Biopsie-Ergebnissen und im Erkrankungsstadium ergaben. Bei den ersten beiden Punkten war dies nicht der Fall. Es wurde aber festgestellt, dass die Karzinome in der kurativen Kohorte häufiger fortgeschritten waren und die operative Therapie radikaler war. Zweitens wurden die Nadelgrößen 11G (=Gauge) und 8G von Mammotome® und 7G von Encor® verglichen. Mit allen Nadelgrößen wurde eine vergleichbare diagnostische Genauigkeit erreicht. Ein deutlicher Vorteil für die Encor® 7G-Nadeln konnte bei der Biopsie-Dauer ermittelt werden. Allerdings dislozierten Markierungs-Clips bei den 7G-Nadeln fast doppelt so häufig wie bei den anderen Nadeln. Hämatome waren bei den 8G- und 7G-Nadeln etwas häufiger und größer als bei den 11G-Nadeln. Drittens wurde untersucht, wie häufig bei verschiedenen histopathologischen Entitäten in der STVB ein Tumor im Bereich der Biopsiestelle nicht erkannt wurde. Bei der atypischen duktalen Hyperplasie (ADH) kam dies mit 28% der Fälle am häufigsten vor. Als wichtigen Prädiktor hierfür konnte die radiologische Läsionsgröße ermittelt werden. Viertens wurden beim duktalen Carcinoma in situ (DCIS) Upgrade-Raten (=in der STVB nicht diagnostizierte invasive Tumoranteile) und Diskrepanzen zwischen mammografischer und histologischer Größenausdehnung untersucht. Auch bei den Upgrade-Raten war die Läsionsgröße der wesentliche Einflussfaktor. Beim DCIS Grad 2 und 3 kamen ebenfalls höhere Upgrade-Raten und vor allem häufiger Diskrepanzen zwischen mammografischer und histologischer Größenausdehnung als bei Grad 1 vor.

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