Patienten im studentischen Behandlungskurs der Zahnersatzkunde: Eine quantitative Analyse von Therapien und Aufwand sowie qualitative Exploration der Motivationsgründe

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/84388
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-843887
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-25778
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2018-10-15
Originalveröffentlichung: J Dent Educ. 2016 Jan;80(1):40-50.
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Zahnmedizin
Gutachter: Weber, Heiner (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2018-09-26
DDC-Klassifikation: 430 - Deutsch
610 - Medizin, Gesundheit
Schlagworte: Erwachsener , Alter , Patient , Patientin , Kosten , Motivation , Gesundheitsfürsorge , Krankheitskosten , Deutschland , Wohnort , Lehre , Zahnmedizin , Zahnersatz , Festsitzender Zahnersatz , Totale Zahnprothese , Interview , Qualitative Methode
Freie Schlagwörter: Inhaltsanalyse nach Mayring
SPSS
Studentenkurs
Studium
Prothetik
Kostenanalyse
qualitative Analyse
Universität
cost analysis
personal financing
qualitative research
interview
prosthodontics
university
dental school clinics
patient-centered care
dental education
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Für die Patientenrekrutierung schafft die Universitätsklinik für die Patienten finanzielle Anreize im Sinne von Behandlungsvergünstigungen. Das Hauptziel der vorliegenden Arbeit war die Erörterung der Motivationsgründe der Patienten zur Teilnahme am studentischen Behandlungskurs. Des Weiteren diente die vorliegende Arbeit dazu, Patienten und deren prothetische Versorgung in einem studentischen Behandlungskurs quantitativ hinsichtlich Umfang und Aufwendungen zu beschreiben. In drei klinischen Semestern (SS11, WS11/12, SS12) wurden 185 Patienten behandelt. Insgesamt wurden dabei 177 Kronen, 23 Teilkronen/Inlays und 112 Brücken sowie 87 kombiniert festsitzend-herausnehmbarer Zahnersatz eingegliedert. Dazu nahmen die Patienten eine einfache Wegstrecke von durchschnittlich 26,4 km bei einer mittleren Sitzungszahl von 11 auf sich. Die Differenz zwischen der von der Klinik durchgeführten durchschnittlichen Kostenminderung von 547 € sowie der durchschnittlichen Aufwendung der Patienten i.S. von Reisekosten von 225,30 € ergab eine Kostenersparnis von 321,70 € für die Patienten. Neben dem Hauptgrund der finanziellen Vergünstigung werden der zeitliche sowie personelle Aufwand mit zusätzlichen Kontrollinstanzen und damit einhergehend ein sorgfältiges und genaues Arbeiten bei der prothetischen Versorgung in einem Studentenkurs angeführt. Die Patienten nannten des Weiteren auch als intrinsischen Motivator den altruistischen Gedanken, die Studenten bei ihrer Ausbildung zu unterstützen. Auch der persönliche Kontakt mit den Studenten wird hervorgehoben. Diesen wurden Geduld bei der Aufklärung oder Sorge für die Belange des Patienten zugeschrieben, während die Behandlung in einer niedergelassenen Praxis eher von Zeitdruck und wirtschaftlichen Zwängen geprägt sei. Dies führt zu dem Schluss, dass nicht nur die Kostenersparnis in einem Studentenkurs der zahnärztlichen Prothetik die Patienten zur Behandlung bewegt, sondern vielmehr das Zusammenspiel von einer Universitätsklinik mit den vorhandenen Kontrollinstanzen und den studentischen Behandlern, die sich ausreichend Zeit für die Patienten nehmen und auf deren Belange eingehen.

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