Ultraschallgesteuerte Blockade des Plexus cervicalis zu Operationen an der extracraniellen Arteria carotis. Untersuchung auf Wirksamkeit und Darstellung auftretender unerwünschter Wirkungen : eine prospektive, klinische Observationsstudie

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URI: http://hdl.handle.net/10900/75749
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-757499
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-17151
Dokumentart: Dissertation
Date: 2017-04-10
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Fretschner, Reinhold (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2017-03-07
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Ultraschall , Lokalanästhesie , Carotis
Other Keywords: Eventerationsendarterektomie
regional anesthesia
ultrasound
regional anaesthesia
carotid endarterectomy
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Inhaltszusammenfassung:

In der geplanten Studie wird der intermediäre, Ultraschall-assistiertete Zugang zur Plexus cervicalis-Regionalanästhesie im Rahmen der Arteria carotis-Eversions-Endarterektomie dargestellt. Die Effizienz und Sicherheit invasiver anästhesiologischer Verfahren kann durch die unterstützende Anwendung von Ultraschalltechniken deutlich gesteigert werden. Eine Evaluation der Ultraschall-assistierten Plexus cervicalis Blockade bei Patienten zur Arteria carotis EEA steht bislang noch aus. Im Gegensatz zu den bisher zur Anwendung gekommenen Verfahren wie an oberflächlichen Landmarken gestützter Regionalanästhesie des Plexus cervicalis oder Blockaden der Nervenwurzeln von C 2 bis C 4, wird bei der hier vorgestellten intermediären Plexusblockade cranial des interskalenären Plexus brachialis unter Ultraschallkontrolle ein Lokalanästhetikadepot (25 ml) zwischen oberflächlicher und tiefer Halsfaszie am Hinterrand des M. sternocleidomastoideus angelegt. Der Plexus cervicalis verläuft mit seinen nervalen Endästen (N. auricularis magnus, N. occipitalis minor, N. transversus colli und Nn. supraclaviculares) in diesem hyperechogenem Spaltraum und wird so zum einen von Lokalanästhetikum umspült, zum anderen diffundiert das Lokalanästhetikum durch die tiefe Halsfaszie und blockiert so die Nervenwurzeln direkt. Adjuvant wird am ipsilateralen Kieferwinkel eine Infiltrationsanästhesie mit 5 ml Lokalanästhetikum angelegt, da in dieser auch trigeminal innervierten Region OP-bedingt ein Wundspreizer angelegt werden muss. Den primären Endpunkt der Studie stellt der Blockadeerfolg dar, welcher an der Notwendigkeit einer Nachinjektion von Lokalanästhetikum durch den Operateur (Infiltrationsanästhesie), der Notwendigkeit eines Verfahrenswechsels zur Allgemeinanästhesie sowie einer direkten Befragung von Operateur und Patient zur Zufriedenheit mit den Operationsbedingungen bemessen wird. Sekundäres Studienziel ist die Erfassung von interventionsbedingten unerwünschten Wirkungen und Komplikationen (Zeichen intravaskulärer oder subarachnoidaler Injektion, Zeichen systemischer Lokalanästhetikawirkung, Heiserkeit, Horner-Syndrom, Husten, Fazialisparese, Dysphagie, Dyspnoe, Phrenikusparese, Parästhesien des Armes). Die Studie soll einen Hinweis geben, ob das beschriebene Ultraschall-gestützte Verfahren zur Regionalanästhesie bei der Carotis-EEA geeignet im Sinne einer qualitativ guten Analgesie und arm an unerwünschten Wirkungen ist.

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