Neuronavigierte kontinuierliche Theta-Burst-Stimulation und Nahinfrarotspektroskopie des temporalen Kortex bei chronischem Tinnitus

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dc.contributor.advisor Fallgatter, Andreas Jochen (Prof. Dr.)
dc.contributor.author Lundershausen, Vincent
dc.date.accessioned 2017-04-03T10:10:17Z
dc.date.available 2017-04-03T10:10:17Z
dc.date.issued 2017-04
dc.identifier.other 486244865 de_DE
dc.identifier.uri http://hdl.handle.net/10900/75689
dc.identifier.uri http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-756896 de_DE
dc.identifier.uri http://dx.doi.org/10.15496/publikation-17091
dc.description.abstract Einleitung: Chronischer Tinnitus kann eine belastende Erkrankung sein, deren Ätiologie sehr komplex und noch immer nicht vollständig geklärt ist. Es konnte allerdings in der Vergangenheit gezeigt werden, dass eine erhöhte Aktivität bestimmter Gehirnregionen eng mit dieser Erkrankung in Verbindung steht. Theta-Burst-Stimulation, eine Art der Transkraniellen Magnetstimulation, konnte bereits zur Modulation zerebraler Aktivitäten eingesetzt werden und könnte ein vielversprechendes Hilfsmittel zur Therapie des chronischen Tinnitus sein. Zur Messung der kortikalen Aktivität wird im Rahmen der vorliegenden Studie die Nahinfrarotspektroskopie (NIRS) genutzt. Material und Methoden: In der vorliegenden Studie wurden 23 Tinnitus-Patienten über einen Zeitraum von 2 Wochen mit kontinuierlicher Theta-Burst-Stimulation behandelt. Eine Verumgruppe von 12 Personen erhielt die echte Behandlung und eine Placebogruppe von 11 Personen eine Scheinbehandlung. Die Stimulation wurde durch eine MRT-basierte Neuronavigation unterstützt. Es wurden vor, während, und nach der Behandlungsdauer Tinnitus-bezogene Daten und damit korrelierende Parameter erfasst. Hierzu zählt insbesondere die Messung der temporalen kortikalen Aktivität während einer akustischen Stimulation durch die Nahinfrarotspektroskopie vor und nach dem Behandlungszeitraum. Auch bei einer Gruppe gesunder Probanden wurde mit Hilfe der Nahinfrarotspektroskopie die kortikale Aktivität während der akustischen Stimulation gemessen. Ergebnisse: Zunächst konnte die Theorie einer erhöhten kortikalen Aktivität im Bereich des auditorischen Kortex bei Tinnitus-Patienten im Vergleich zu den gesunden Probanden bestätigt werden. Diese Aktivitätskontraste fanden sich in der rechten Hemisphäre. Es kam durch die Behandlung zu einer signifikanten Besserung der klinischen Beschwerden der Patienten, allerdings unabhängig davon, ob die echte oder die scheinbare Behandlung erfolgte. Für den Behandlungserfolg über die gesamte Behandlungsdauer in der Verumgruppe wurde ein Prädiktor gefunden. Es zeigte sich, dass die klinische Verbesserung im Anschluss an die erste Therapiesitzung, den gesamten Erfolg der Behandlung vorhersagen konnte. Des Weiteren konnte im Anschluss an die Behandlung auch eine komplexe Veränderung in den Aktivitätsmustern des auditorischen Kortex festgestellt werden. Im Bereich der rechten Hemisphäre fanden sich keine Aktivitätskontraste in Folge der Behandlung bezüglich der Gruppeneinteilung. Für die linke Hemisphäre zeigte sich, dass eine zuvor im Kontrast erhöhte Aktivität im Anschluss an die Behandlung abnahm, und eine zuvor vergleichsweise niedrigere Aktivität im Zuge der Behandlung stieg. Hier waren die Muster für die Placebo- und Verumgruppe, sowie für die verschiedenen Stimulationsparadigmen gegensätzlich. Schlussfolgerung: Mögliche Ursachen für den moderaten, aber Gruppen-unabhängigen klinischen Effekt, können die fehlende Wirksamkeit der cTBS, kombiniert mit einem ausgeprägten Placebo-Effekt, oder eine methodisch unzureichende Scheinbehandlung sein. Es zeigt sich weiterhin, dass das Muster der posttherapeutischen Aktivitätsveränderungen recht komplex ist und reichlich Raum für Interpretation lässt. Es zeigen sich allerdings auch Parallelen zu einer fMRT-Studie bezüglich der zerebralen Aktivitätsveränderungen nach TMS bei Tinnitus. Trotz dieser Aktivitätsveränderungen durch die cTBS in unserer Studie, kann vor dem Hintergrund einer nicht sicher verblindeten Scheinbehandlung und nur moderater klinischer Effekte keine eindeutige Aussage zur klinischen Wirksamkeit getroffen werden. Desweiten ist zu erwähnen, dass sich die MRT-basierte Neuronavigation als praktikabel offenbarte und zur Optimierung der TMS eingesetzt werden kann. Auch die Nahinfrarotspektroskopie als Utensil der funktionellen neuronalen Bildgebung hat insbesondere in Hinblick auf die Tinnitus-Erkrankung neben anderen Arten neuronaler Bildgebung einen hohen Stellenwert. de_DE
dc.language.iso de de_DE
dc.publisher Universität Tübingen de_DE
dc.publisher Universität Tübingen de_DE
dc.rights ubt-podok de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en en
dc.subject.classification Ohrgeräusch de_DE
dc.subject.ddc 610 de_DE
dc.subject.other Tinnitus de_DE
dc.subject.other Theta-Burst-Stimulation de_DE
dc.subject.other Nahinfrarotspektroskopie de_DE
dc.title Neuronavigierte kontinuierliche Theta-Burst-Stimulation und Nahinfrarotspektroskopie des temporalen Kortex bei chronischem Tinnitus de_DE
dc.type PhDThesis de_DE
dcterms.dateAccepted 2017-01-20
utue.publikation.fachbereich Medizin de_DE
utue.publikation.fakultaet 4 Medizinische Fakultät de_DE

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