Klinische und radiologische Langzeitergebnisse nach winkelstabiler Plattenosteosynthese von proximalen Humerusfrakturen

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dc.contributor.advisor Bahrs, Christian (PD Dr.)
dc.contributor.author Kühle, Luise
dc.date.accessioned 2015-02-18T13:37:03Z
dc.date.available 2015-02-18T13:37:03Z
dc.date.issued 2015-02
dc.identifier.other 426474422 de_DE
dc.identifier.uri http://hdl.handle.net/10900/59459
dc.identifier.uri http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-594597 de_DE
dc.identifier.uri http://dx.doi.org/10.15496/publikation-883
dc.description.abstract Die proximale Humerusfraktur gehört zu den häufigsten Frakturen des Menschen. Bisher fehlt jedoch ein Konsens über die optimale Therapie dislozierter proximaler Humerusfrakturen. Es hat sich gezeigt, dass kopferhaltende Verfahren zu besseren funktionellen Ergebnissen führen als der Humeruskopfersatz. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts werden zunehmend winkelstabile Platten eingesetzt, die in biomechanischen Studien bereits ihre Überlegenheit bewiesen haben. Die klinischen Ergebnisse konnten dies noch nicht bestätigen. Bislang liegen jedoch hauptsächlich kurzfristige Nachuntersuchungsergebnisse vor. Ziel der vorliegenden Studie war deshalb die Evaluation der klinischen und radiologischen Langzeitergebnisse von Patienten der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen sechs Jahre und mehr nach winkelstabiler Plattenosteosynthese proximaler Humerusfrakturen. Es wurden 77 Patienten (41 Frauen, 36 Männer; durchschnittliches Alter bei Unfall 54 Jahre; 28 2-, 38 3- und 11 4-Teile-Frakturen nach Neer bzw. 28 A-, 30 B- und 19 C-Frakturen nach AO) nachuntersucht. Mit Hilfe des Constant-, Neer-, UCLA-, DASH- und Oxford-Shoulder-Scores sowie dem EuroQol und dem SF-36 wurden die Schulterfunktion im Seitenver-gleich sowie die Lebensqualität erfasst. Außerdem erfolgte eine radiologische Beurteilung der knöchernen Anatomie und der Rotatorenmanschette. Insgesamt erreichten 78% der Patienten gute bis sehr gute funktionelle Ergebnisse im Constant-Score, im Mittel 79 Punkte. Der Anteil guter bis sehr guter Ergebnisse lag im Neer-Score bei 77,9%, im UCLA-Score bei 80,6% und im Oxford-Shoulder-Score bei 94,9%. Im DASH-Score wurden durchschnittlich sehr gute 11,9 Punkte erreicht. Die mittels EuroQol und SF-36 ermittelte Lebensqualität der Patienten war nach proximaler Humerusfraktur nicht schlechter als die der verglichenen Normalkollektive. Es wurden 55 Folgeoperationen bei 46 Patienten (59,7%) durchgeführt, darunter 44 Metallentfernungen (57,1% der Patienten), davon 15 elektiver Art. Die Indikationen zur Revision waren: Hämatom (n = 1; 1,3%), Infektion (n = 4; 5,2%), sekundäre Dislokation (n = 1; 1,3%), Schraubenperforation (n = 10; 13,0%), Implantat-bedingtes Impingement (n = 13; 16,9%) oder Weichteilbedingtes Impingement (n = 6; 7,8%). Die Auswertung der Röntgenaufnahmen zeigte bei 40 Patienten (51,9 %) ein anatomisches Repositionsergebnis und bei 26 (33,8%) lediglich geringe Achsabweichungen in einer Ebene oder Fehlstellung eines Tuberkulums, bei 16 (20,8%) eine sekundäre Dislokation, bei zehn (13,0%) Zeichen einer Omarthrose und bei 17 (22,1%) Zeichen einer Humeruskopfnekrose. Sonographisch konnte bei 16 Patienten (20,8%) ein Defekt der Rotatorenmanschette diagnostiziert werden. Es konnten signifikante Zusammenhänge zwischen dem funktionellen Endergebnis und einer sekundären Dislokation, der verbliebenen Fehlstellung bei Ausheilung, einer Schraubenperforation, einer Humeruskopfnekrose und einer Rotatorenmanschettenruptur gezeigt werden. Für die langfristigen funktionellen Ergebnisse nach winkelstabiler Plattenosteosynthese von dislozierten proximalen Humerusfrakturen ist also weniger die Schwere der Fraktur, sondern vielmehr die Qualität der initialen operativen Frakturversorgung, der Therapieverlauf und das Ausbleiben etwaiger Komplikationen (v. a. Schraubenperforation) von Bedeutung. Zusammenfassend finden sich in der vorliegenden Studie vielversprechende langfristige funktionelle Ergebnisse trotz vergleichsweise hoher Komplikationsraten. In der Zukunft bedarf es der Entwicklung von Strategien zur Komplikationsvermeidung und weiterer Studien an großen Patientenkollektiven zum direkten Vergleich mit alternativen kopferhaltenden Therapieverfahren unter Berücksichtigung der Frakturklassifikation. de_DE
dc.language.iso de de_DE
dc.publisher Universität Tübingen de_DE
dc.rights ubt-podno de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en en
dc.subject.classification Osteosynthese , Oberarmknochen de_DE
dc.subject.ddc 610 de_DE
dc.subject.other proximale Humerusfraktur de_DE
dc.subject.other winkelstabile Platte de_DE
dc.subject.other Constant-Score de_DE
dc.subject.other Schulterfunktion de_DE
dc.subject.other Neer-Score de_DE
dc.subject.other Oxford-Shoulder-Score de_DE
dc.subject.other UCLA-Score de_DE
dc.subject.other DASH-Score de_DE
dc.subject.other Langzeitergebnisse de_DE
dc.title Klinische und radiologische Langzeitergebnisse nach winkelstabiler Plattenosteosynthese von proximalen Humerusfrakturen de_DE
dc.type PhDThesis de_DE
dcterms.dateAccepted 2014-05-06
utue.publikation.fachbereich Medizin de_DE
utue.publikation.fakultaet 4 Medizinische Fakultät de_DE

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