Frömmigkeit im Bild

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Zitierfähiger Link (URI): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-60592
http://hdl.handle.net/10900/47905
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 1967
Originalveröffentlichung: Volksfrömmigkeit. Bildzeugnisse aus Vergangenheit und Gegenwart, Spectrum Verl., 1967, S. 5-8
Sprache: Deutsch
Fakultät: 6 Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Fachbereich: Empirische Kulturwissenschaft
DDC-Klassifikation: 390 - Bräuche, Etikette, Folklore
Schlagworte: Frömmigkeit , Bild
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Frömmigkeit im Bild: vor einigen Jahren wurde diese Frage heftig diskutiert, als zum ersten Mal eine Heilige Messe in einer Fernsehsendung übertragen werden sollte. Gewiß stellte sich hier das spezifische Problem, ob sich die geglaubte Gegenwart des Allerheiligsten mit technischen Mitteln vervielfältigen lasse; aber darüber hinaus schwang in jener fast schon wieder vergessenen Streitfrage vieles von dem mit, was Bedenken gegen jeden Versuch hervorruft, Frömmigkeit in Bildern zu demonstrieren. Die Bilder drohen den Betrachter an schönen Äußerlichkeiten festzuhalten und am rechten Gehalt der Frömmigkeit unauffällig vorbeizulenken. Derartige Bedenken gelten auch für diesen Band, der Zeugnisse der Volksfrömmigkeit zusammenfaßt; sie gelten vielleicht sogar in besonderem Maße: das Stichwort Volksfrömmigkeit und seine bildliche Dokumentation schaffen eine Art Reizklima, in dem sich die blutarm gewordene Frömmigkeit anderer - soziologisch nicht leicht zu bestimmender, aber eben der "Volks"frömmigkeit entwachsener - Kreise aufzufrischen sucht. Dies ist an sich legitim; aber es bewirkt nicht selten eine einseitige und damit schiefe Perspektive: an der Volksfrömmigkeit wird der gewissermaßen muskulöse Charakter herausgehoben; das Erdhaft-Bäuerliche der Frömmigkeit wird betont; die Grenzen zu urtümlichem Zauberkult werden verwischt, das 'Magische' wird zum prägenden Etikett.

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