Figurationen der Gewalt - Eine zivilisationstheoretische Vergleichsstudie gewalttätiger Fußballzuschauer in England und Argentinien

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Zitierfähiger Link (URI): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-28719
http://hdl.handle.net/10900/47533
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2007
Sprache: Deutsch
Fakultät: 6 Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Fachbereich: Sportwissenschaft
Gutachter: Thiel, Ansgar (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2007-03-24
DDC-Klassifikation: 796 - Sport
Schlagworte: Fußball , Gewalt , England , Argentinien
Freie Schlagwörter:
football , soccer , violence , England , Argentina
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Rund um die Stadien der Fußballwelt zeigt sich in dieser Sportart Gewalt von Zuschauern - von Spielfelderstürmungen, Sachbeschädigungen und Bandenkämpfen bis hin zu verwüsteten Spielaustragungsorten - in höchst unterschiedlichen Ausdrucksformen. Besonders im Zusammenhang mit dem europäischen sowie dem lateinamerikanischen Fußball konnten seit jeher gewalttätige und bürgerkriegsähnliche Begleitumstände beobachtet werden. Ein genauerer Blick auf die Entstehungsgeschichte militanter Fangruppierungen in England und Argentinien führt dabei exemplarisch vor Augen, dass sich die gemeinsame Problematik gewalttätiger Fußballzuschauer in beiden Ländern auf sehr differenzierte Weise präsentiert: als eher rituelle Hooligan-Gewalt in England, in Argentinien dagegen mehr als instrumentelle Gewalt der Organisationen der Barras Bravas. Diese verschiedenartigen Erscheinungsformen von Fußball-zuschauergewalt in Verbindung mit dem europäischen Fußball in England sowie dem lateinamerikanischen Fußball in Argentinien lassen sich unter zivilisationstheoretischer Perspektive als Ergebnis gesellschaftsspezifisch jeweils eigenständiger historischer, sozialer, wirtschaftlicher und politischer Entwicklungsprozesse verstehen, die bezüglich menschlichem Gewaltverhalten ihren national unterschiedlichen Ausdruck finden.

Abstract:

All around the stadiums linked to the world of football, this sport is strongly associated with violent spectators – a violence which is expressed in various forms, ranging from pitch invasions, damage of property and gang fights to wrecked playing grounds. Especially in combination with European and Latin American football, violent and civil warlike circum-stances have always been observed. A closer look at the history and background of militant fan grouping in England and Argentina exemplarily shows that the shared problem of violent spectators expresses itself very differently in the two countries: the rather ritualistic violence of Hooligans in England and the rather instrumental violence of the Barras Bravas organizations. From a civilization-theoretical point of view, these various forms of violence among football spectators associated with the European football in England and the Latin American football in Argentina can be seen social-specific and as result of historically, socially, economically and politically independent processes which – concerning human violence – have nationally different ways of expression.

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