Rank-order tournaments as selection mechanisms: Applications in project finance

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Zitierfähiger Link (URI): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-28184
http://hdl.handle.net/10900/47528
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2007
Sprache: Englisch
Fakultät: 6 Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Fachbereich: Wirtschaftswissenschaften
Gutachter: Walz, Uwe (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2007-04-25
DDC-Klassifikation: 330 - Wirtschaft
Schlagworte: Auslese
Freie Schlagwörter: Leistungsturnier , Business Plan Wettbewerb , Interner Kapitalmarkt
tournament , corporate auction , business plan contest , internal capital market , selection
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Relative Leistungsturniere werden in einer Vielzahl von Situationen angewendet, um Wettbewerber anhand ihrer relativen Leistungen auf einer ordinalen Skala zu bewerten. Von Leistungssport bis Managerentlohnung bieten sie einen Anreiz- und Auslesemechanismus in einer Welt mit unvollständiger Information. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf dem Aspekt der Auslese unter heterogenen Wettbewerbern, sowie auf den Auswirkungen von Markt- und institutionellen Rahmenbedingungen auf die Ausleseeffizienz, wenn der Siegespreis endogen über eine anschließende Auktion bestimmt wird. Die Endogenisierung der erwarteten Auszahlungen der Wettbewerber mithilfe einer Auktion erlaubt die Untersuchung eines Szenarios, in dem der Turniersieger weniger von dem Preisgeld selbst profitiert als von der positiven Signalwirkung seines Sieges. So verdienen Turniersieger im Bereich des Profisports in der Regel mehr durch Sponsorenverträge als an den tatsächlichen Preisgeldern. Ebenso sind im Bereich der Projektfinanzierung die Wettbewerber mehr an der tatsächlichen Finanzierung interessiert als an den in der Regel vergleichsweise geringen Siegespreisen. In Ergänzung eines ausführlichen Literaturüberblicks zu Leistungsturnieren beinhaltet diese Arbeit auch eine detaillierte Darstellung einer common value Auktion mit asymmetrischer Information - der Auktionsform, die den ausgewählten Anwendungen aus dem Bereich der Projektfinanzierung am besten gerecht wird. Neben der Untersuchung von Informationsgenerierung und Ausleseeffizienz ermöglicht dieser Ansatz auch eine Analyse der Interakion zwischen den Signaling Anstrengungen der Wettbewerber im Leistungsturnier und den Gleichgewichtsstrategien und Auszahlungen der Bieter in der anschließenden Auktion. Dadurch lassen sich die Effekte von Veränderungen in exogenen Parametern sowohl auf die Ausleseeffizienz als auch auf diese Strategien und Auszahlungen untersuchen. Die erste Anwendung ist ein relatives Leistungsturnier im Rahmen eines internen Kapitalmarkts, mit nachfolgender Desinvestition des unterlegenen Unternehmensbereichs in einer Corporate Auction. Zu Beginn der Auktion hat einer der Investoren einen Anreiz, sich inside Informationen über das Qualitätsniveau des Unternehmensbereichs zu beschaffen, die während des internen Turniers generiert wurden. Die zweite Anwendung ist ein Business Plan Wettbewerb, nach dem der Sieger zwischen verschiedenen Finanzierungsangeboten wählen kann. Ein möglicher Investor ist der Turnierausrichter selbst, ein Venture Capitalist, der während des Turniers inside Informationen erworben hat. Andere potentielle Geldgeber sind schlechter informierte Outside Investoren, für die die Tatsache des Wettbewerbssiegs als Qualitätssiegel wirkt. Die Analyse des internen Kapitalmarktmodells erweitert die Literaturen zu internen Kapitalmärkten und Corporate Auctions um folgende Hauptergebnisse: Die Ausleseeffizienz ist höher in höher bewerteten Konglomeraten sowie in traditionelleren und wohlbekannteren Märkten. Sie steigt auch mit einem Anstieg des nichtmonetären Kontrollnutzens der Manager. Die Informationsasymmetrie zwischen dem besser informierten und dem schlechter informierten Investor in der Corporate Auction ist ihrerseits geringer in höher bewerteten Konglomeraten sowie in nicht-traditionellen und weniger bekannten Märkten. Infolge einer geringeren Informationsasymmetrie sinkt die erwartete Auszahlung des besser informierten Investors, während die Auszahlung der Konzernzentrale steigt. Die Analyse des Business Plan Wettbewerbs erweitert die Venture Capital Literatur um folgende Hauptergebnisse: Die Ausleseeffizienz ist in der Regel höher in Wettbewerben mit intensiverer Konkurrenz, aber sie fällt, wenn die Wettbewerbsintensität von bereits hohem Niveau aus weiter ansteigt. Die Ausleseeffizienz ist ebenfalls höher in sektor-spezifischeren Wettbewerben, in denen der Venture Capitalist eine spezielle Expertise hat, sowie in Sektoren mit höheren erwarteten Erträgen. Die Informationsasymmetrie zwischen Venture Capitalist und Outside Investor ist ihrerseits geringer in Wettbewerben mit intensiverer Konkurrenz und in sektor-spezifischeren Wettbewerben. Infolge einer geringeren Informationsasymmetrie sinkt die erwartete Auszahlung des Venture Capitalist, während die Auszahlung eines Wettbewerbers mit hoher Projektqualität steigt. Aus diesen Ergebnissen lassen sich empirisch überprüfbare Hypothesen über die Effekte von unterschiedlichen Marktbedingungen und institutionellen Gegebenheiten auf die Ergebnisse von Corporate Auctions und Business Plan Wettbewerben herleiten, sowie über deren Attraktivität für alle beteiligten Parteien. Die Überprüfung dieser Hypothesen bleibt Gegenstand für zukünftige Untersuchungen. Raum für weitere Forschung bieten auch verschiedene Modifikationen des theoretischen Modellrahmens, sowie die Anwendung des Modells auf andere Auswahlprobleme, sowohl im Bereich der Projektfinanzierung als auch darüber hinaus.

Abstract:

Tournaments are used in a variety of contexts for ranking competitors on an ordinal scale according to their relative achievements. From competitive sports to manager compensation, they provide a mechanism for incentivizing and selecting contestants in a world of incomplete information. This thesis focuses on the selection aspect, and shows how external (institutional and market) conditions affect selection efficiency in the context of heterogeneous competitors, when the winning prize is determined endogenously by a post-tournament auction. The introduction of a post-tournament auction to endogenize contestants’ expected payoffs allows for a scenario where the tournament winner benefits less from the winning prize itself than more from the positive signal that his victory conveys to the outside world. In the case of a sports tournament, for example, the winner is likely to earn more from resulting endorsement contracts than from the actual prize money. Similarly, in project finance, contestants are more interested in the actual financing of their projects than in what is usually a comparatively small winner’s prize. In addition to an extensive review of the literature on tournaments, this thesis therefore provides a detailed discussion of a common value auction with asymmetric information, the most appropriate type of auction for the two selected applications from the realm of project finance. While the main focus of the thesis is on information generation and selection efficiency, the tournament-cum-auction setup also allows for analysis of the interaction between the contestants’ signaling efforts in the tournament and the bidders’ equilibrium strategies and payoffs in the subsequent auction. As a result, it is possible to analyze the effects of changes in exogenous parameters not only on selection efficiency, but also on those strategies and payoffs. The first application is a rank-order tournament in the context of an internal capital market, with a subsequent spin-off of the losing division through a corporate auction. At the beginning of the auction, one investor has an incentive to acquire the inside information on the division’s quality, which was generated during the internal tournament. The second application is a business plan contest, after which the winner can choose between different financing options. One potential financier is the tournament sponsor herself, a venture capitalist who acquired inside quality information during the tournament. Other potential financiers are less-informed outside investors, for whom the fact that the project has won acts as a quality seal. The analysis of the internal capital market contributes to the literatures on internal capital markets and corporate auctions by providing the following main results: Selection efficiency is higher in more highly valued conglomerates and in more traditional and well-understood markets. It also rises with an increase in managers’ nonmonetary control benefits. In turn, information asymmetry between the better-informed and the less-informed investor in the subsequent corporate auction is lower in more highly valued conglomerates and in less traditional and less well-understood markets. The result of lower information asymmetry is a lower expected payoff for the better-informed investor and a higher expected payoff for the conglomerate’s headquarters. The analysis of the business plan contest contributes to the literature on venture capital by providing the following main results: Selection efficiency is generally higher in more competitive contests, but it falls when competitiveness increases further from an already very high level. Selection efficiency is also higher in more industry-specific contests where the venture capitalist has special expertise, as well as in contests that focus on higher value-added industries. In turn, information asymmetry between the venture capitalist and the outside investor is lower in more competitive and in more industry-specific business plan contests. The result of lower information asymmetry is a lower expected payoff for the venture capitalist and a higher expected payoff for contestants with a high project quality. Based on these results, it is possible to formulate a number of empirically verifiable hypotheses on the effects of different market conditions and institutional settings on the outcomes of corporate auctions and business plan contests, as well as on their attractiveness for all parties. The verification of these hypotheses is left for future research. Further avenues for future research include modifications of the theoretical model setup, as well as the application of the framework to different selection problems, both in the realm of project finance and beyond.

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