Why Darfur is not a modern-day Rwanda : A Comparative Study Differentiating Types of Genocide

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-24767
http://hdl.handle.net/10900/47512
Dokumentart: Masterarbeit
Date: 2006
Language: English
Faculty: 6 Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Department: Politikwissenschaft
DDC Classifikation: 320 - Political science
Keywords: Rwanda , Darfur , Völkermord , Friedensforschung
Other Keywords: Völkermord , Rwanda , Friedensforschung
Genocide , Typologies of Genocide , Rwanda , Darfur , Peace Research
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Inhaltszusammenfassung:

Immer öfter vergleichen sowohl die Medien also auch Politiker den derzeitigen Genozid in Darfur mit dem Ruanda-Genozid von 1994. Ist das ein fairer, treffender Vergleich? Oder ist dieser Vergleich einfach ein politischer Trick, um Länder unter Druck zu setzen eine Intervention in Darfur vorzubereiten? In der vorliegenden Arbeit werden hauptsächlich zwei Forschungsfragen untersucht. Erstens wird gefragt, wie die zwei Konflikte sich unterscheiden und welche Faktoren diesen Unterschied erklären können. Als zweite Forschungsfrage wird geprüft, ob diese Unterschiede beitragen könnten, eine neue Typologie von Genozid aufzubauen. Wenn ja, dann wie würde eine neue Typologie von Genozid aussehen? Die Arbeit ist in sieben Teile unterteilt. Kapitel Eins beinhaltet eine Einleitung zum Thema der Arbeit. Das Forschungsdesign und die Definition vom Genozid werden in Kapitel Zwei dargestellt. Die Methodologie der Arbeit wird in Kapitel Drei erklärt. Kapitel Vier zeigt die wichtigsten Unterschiede zwischen den Konflikten in Ruanda und in Darfur auf (die abhängigen Variablen). Kapitel Fünf sucht strukturelle und direkte Ursachen für die Konflikte (die unabhängigen Variablen), um die Unterschiede zwischen den Konflikten zu erklären. Kapitel Sechs stellt zuerst die alten Typologien des Genozids Forschung vor und erläutert dann eine neue, hilfreichere Typologie, die aus dem Erkenntnisgewinn aus den Fallbeispielen hergeleitet wurde. Schließlich wird Kapitel Sieben die Hauptpunkte der Arbeit zusammenfassen und fünf Ergebnisse vorstellen. Die Relevanz dieser Arbeit ist sowohl akademisch als auch praktisch. Die alten Typologien von Genozid kategorisieren Genozid nach einer Ursache. Da Konflikte immer komplexer werden und die meisten schon multi-kausal sind, sind solche Klassifikationssysteme nicht mehr gültig. Zweitens, aus einer praktischen Sicht hoffe ich, dass diese Arbeit dazu beitragen kann, die Zahl von zukünftigen Genoziden zu reduzieren und auch mögliche Interventionen zu verbessern. Wenn ein intervenierender Staat die Art eines Genozids kennt, wird er besser vorbereitet sein um diesen bekämpfen zu können. Im Besonderen, sollten zukünftige Interventionen folgende „Indikatoren für totalen Genozid“ beachten (z.B. eine hohe Bevölkerungsdichte, autoritäre Struktur, Zugang zu Waffen, Propaganda der Medien, und Manipulation der Bevölkerung). Die Indikatoren hängen mit der aktiven Beteiligung von Zivilisten an Genozid zusammen, einem anderen wichtigen Faktor dem intervenierende Staaten Beachtung schenken sollten. Obwohl die Unterschiede zwischen Ruanda und Darfur in dieser Arbeit hervorgehoben wurden, sollte betont werden, dass es nicht Ziel dieser Arbeit war eine Intervention in Darfur auszuschließen. Im Gegenteil, falls es zu einer Intervention von außen kommt, dann sollte sie aus den richtigen Gründen erfolgen. Eine Intervention zu unternehmen, nur weil der Konflikt „genau wie Ruanda“ aussieht wäre ein Fehler. Wie in dieser Arbeit klar gemacht wurde, könnten Ruanda und Darfur unterschiedlicher nicht sein (Ruanda ist ein Beispiel für einen so genannten totalen Genozid, wohingegen Darfur ein Beispiel für einen selektiven Genozids ist). Eine Intervention müsste die Unterschiede zu Ruanda erkennen, um eine erfolgreiche Intervention zu sein und um eine dauerhafte Lösung für den Konflikt finden zu können.

Abstract:

In the media, the current humanitarian crisis in Darfur, Sudan, is constantly being compared to the Rwandan genocide in 1994. A crucial question to ask, therefore, is whether this is a fair and fitting assessment of the current conflict or whether this is a sloppy gimmick simply to rally support for an intervention in the region (which is indisputably needed). I will focus the following paper on two research questions. First, I will compare the two conflicts and extract the main differences, and then I will try to uncover the social, economic, historical and political causes for these differences. Secondly, I will consider the existing typologies of genocide and use these differences to create a new typology of genocide, if necessary. This research is divided into seven chapters. Chapter one presents an introduction of the background and importance of this research. In Chapter two, I focus on the research design and the debate about the possible definitions of 'genocide'. Chapter three presents the methodology used to conduct the comparative study while Chapter four focuses on extracting the most important differences between the two conflicts. I argue for certain structural and direct causes for these differences in Chapter five. Addressing the second research question, the existing typologies for genocide are laid out in Chapter six. Finally, Chapter seven offers the first steps toward a new typology (with Rwanda as an example of a 'total genocide' and Darfur as an example of a 'select genocide') and wraps up with five conclusions from this study. This study is both academically and practically relevant. Many of the typologies are out-dated because they categorize conflicts according to only one cause. However, conflicts are becoming increasingly complex and are often caused by multiple factors. On the other hand, this research’s practical relevance is that it hopefully can play a role in preventing future genocides and improving interventions. In particular, intervention forces should pay attention to the signs of a possible total genocide, including but not limited to: a high population density, an authoritarian structure, access to weapons, propaganda, and manipulation. Additionally, civilian participation also seems to be an indicator of a total genocide. Although this research seeks out the differences between the conflicts in Rwanda and in Darfur, its intention is not to discourage or to dishearten those pushing for an intervention in Darfur. On the contrary, if a multi-lateral intervention does replace the AU troops already stationed in Darfur, then it should be grounded on the right reasons, and not because some politicians have coined this conflict the 'modern-day Rwanda'.

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