Autoantikörper und EEG-Befunde bei Patienten mit verschiedenen psychiatrischen Erkrankungen

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-56822
http://hdl.handle.net/10900/45859
Dokumentart: PhDThesis
Date: 2011
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Sonstige
Advisor: Leyhe, Thomas (PD Dr. med.)
Day of Oral Examination: 2007-06-01
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Alzheimer-Krankheit , Depression , Elektroencephalogramm , Autoantikörper
Other Keywords: Entzündungsparameter
Alzheimer´s disease , EEG , Autoantibodies , Inflammation markers
License: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Demenzerkrankungen, depressive Störungen und andere psychiatrische Erkrankungen stellen zunehmende Diagnosen in unserer Gesellschaft dar. Daher wird ihre exakte und schnelle Diagnose und die möglichst genaue Aussage über Verlauf und Schweregrad immer bedeutender. Es bedarf aus diesem Grund neben den etablierten Diagnosekriterien neuer Diagnoseparameter, welche die vorhandenen sinnvoll ergänzen und eine noch exaktere Diagnose bzw. eine Aussage über Prognose und Verlauf ermöglichen. In dieser Arbeit wurde untersucht, ob Patienten mit Demenzerkrankungen, depressiven Störungen oder anderen psychiatrischen Erkrankungen Veränderungen in EEG oder in einem durchgeführten immunpathologischen Labor aufweisen. Ferner wurden verschiedene Autoantikörper analysiert und ein EEG-Befund erhoben. Außerdem wurden die Entzündungszeichen bestimmt. Es zeigte sich, dass bei den Patienten mit diesen Erkrankungen regelhaft Auffälligkeiten sowohl im EEG, als auch im immunpathologischen Labor gefunden werden können. Diese Veränderungen kommen auch in der Allgemeinbevölkerung vor – besonders bei älteren Patienten –, ohne einen Krankheitswert zu erreichen; dennoch können sie in Kombination mit den untersuchten Erkrankungen, wie Depression und Demenzerkrankungen möglicherweise ein weiterer Baustein in der Diagnostik sein und ihr Auftreten kann womöglich Aussagen über Schwere der Erkrankung, Verlauf oder Prognose geben. Da die einzelnen Diagnosegruppen in unserem Kollektiv jedoch relativ klein waren können durch diese Arbeit lediglich Trends gegeben werden. Es zeigt sich jedoch, dass ein autoimmunes Geschehen vor allem auch bei der Alzheimer Demenz, wie in der Literatur bereits häufiger beschrieben, sicherlich eine Rolle bei der Entstehung und dem Verlauf dieser Erkrankung spielen kann. Ebenfalls kann anhand dieser Arbeit die Bedeutung von Schilddrüsen Autoantikörper bei depressiven Erkrankungen und hier vor allem bei schweren Verläufen unterstrichen werden. Interessant ist sicherlich auch, dass die Kombination aus positiven Autoantikörpern und EEG-Veränderungen bei diesen Erkrankungen zwar vorkommt, ihre Häufigkeit sich aber nicht von dem alleinigen Vorkommen der beiden Pathologien unterscheidet. Daher scheint sich aus der Betrachtung der Kombination aus pathologischem EEG und auffälligem immunpathologischen Labor keine neue oder erweiterte Möglichkeit der Diagnose oder Prognose über Verlauf und Schwere der Erkrankung zu ergeben.

Abstract:

Dementia, depressive disorders and other psychiatric diseases are increasing in numbers in our society. Therefore an accurate, fast diagnosis and a precise statement on the course and severity of the diseases are most important. Because of that there is a need to establish new, additional diagnosis criteria, which allow an even more accurate statement about the course and the prognosis. Aim of this study was to investigate whether patients with dementia, depressive disorders and other psychiatric diseases do show changes in their EEGs or whether autoantibodies occur in the immunopathological lab work. In addition to the EEGs and the immunopathological lab work inflammation markers in the peripheral blood were measured. The results of our study show that changes in the EEGs and in the immunopathological lab work do occur in patients with these diseases. But it must be stated that these changes are also present in a normal collective and especially in older people. Nevertheless the found changes in the examined diseases can be used in combination with present diagnostic tools as a further hint in the diagnosis and appearance of these diseases. Since the individual populations were relatively small we are only able to describe trends in our study. However the results show that an autoimmune process, above all in Alzheimer´s disease, can play an important role in the appearance and course of this disease, as previously suggested in the literature. Also, based on our study, the importance of thyroid autoantibodies in depressive disorders could be shown. The combination of positive autoantibodies and EEG changes do appear in these diseases, but their appearance in combination does not occur more frequently than the occurrence of each pathologies itself. Therefore the combination of pathological EEG and immunopathological lab work seems not to be an indicator for the diagnosis or the course of theses diseases.

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