Katamnesen nach chirurgischer Versorgung prämaturer Nahtsynostosen : eine retrospektive Analyse

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Zitierfähiger Link (URI): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-27834
http://hdl.handle.net/10900/44995
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2007
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Sonstige
Gutachter: Will, Bernd (PD Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2001-11-12
DDC-Klassifikation: 610 - Medizin, Gesundheit
Schlagworte: Schädelnaht
Freie Schlagwörter: Kraniosynostose , Kraniostenose , Schädelnahtsynostose , Craniofaziale , Chirurgie
Craniosynostosis , cranial , sutures , deformities , head
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

EINLEITUNG: Als Kraniosynostosen werden Krankheitsbilder mit vorzeitiger Verknöcherung einer oder mehrerer Schädelnähte bezeichnet. Die kraniofaziale Chirurgie hat das Ziel, die resultierenden Schädeldeformitäten operativ zu korrigieren. METHODE: In dieser Studie wurden retrospektiv für die Jahre 1984-2000 die 133 durchgeführten kraniofazialen Operationen sowie der postoperative Verlauf und die Langzeitergebnisse der Patienten analysiert. 12 aufgetretene kraniofaziale Syndrome wurden von der Studie ausgeschlossen. Die Ergebnisse wurden mit Resultaten anderer Arbeitsgruppen verglichen. Zur Verbesserung der zukünftigen Dokumentation aller kraniofazialen Eingriffe wurde ein standardisierter Befunderhebungsbogen entworfen. ERGEBNISSE: Die Sagittalnaht war mit 67% am häufigsten durch eine Synostose verschlossen. Bei 15% der Kinder war präoperativ eine motorische oder kognitive Funktionsstörung diagnostiziert worden. Dies verdeutlichte die eher geringe Relevanz der klinisch-neurologischen Diagnostik im Hinblick auf die Operationsindikationsstellung. Das Durchschnittsalter zum Operationszeitpunkt betrug 4,9 Monate. Aus den Ergebnissen der statistischen Tests konnte abgeleitet werden, dass die Operationsdauer bei älteren Kindern signifikant höher lag als bei einem Operationszeitpunkt vor dem 12. Lebensmonat. Die Patienten nach der operativen Korrektur einer Sagittalnaht-Synostose hatten einen signifikant geringeren Blutverlust als die Kinder nach Metopica- oder Coronarnaht-Synostose. Bei 57% der Patienten wurde die Kopfform postoperativ als vollständig symmetrisch beschrieben. Stärkere Asymmetrien führten bei 10% der Patienten zu einem unbefriedigenden ästhetischen Ergebnis. Bei 2,5% kam es zu einem operationspflichtigen Rezidiv. Bei 90% der Patienten konnte das postoperative ästhetische Ergebnis mindestens mit der Note befriedigend beurteilt werden. SCHLUSSFOLGERUNG: Die Ergebnisse der vorliegenden Studie demonstrieren, dass bei isolierten Synostosen ein überwiegend gutes Wachstumsverhalten zu beobachten ist, und nur selten nach einem operativen Eingriff ein therapiepflichtiges Rezidiv auftritt. Grundsätzlich besteht allerdings immer die Tendenz zum Rezidiv des pathologischen Wachstumsmusters. Aufgrund der Ergebnisse kann der Operationszeitpunkt zwischen dem sechsten und dem zwölften Lebensmonat empfohlen werden. In diesem Alter scheint man sowohl die besten ästhetischen Resultate als auch die besten funktionellen Ergebnisse zu erreichen.

Abstract:

INTRODUCTION: Craniosynostosis is a birth defect characterized by the premature closure of one or more of the cranial sutures before brain growth is complete. Treatment for craniosynostosis generally consists of surgery to relieve pressure on the brain and to reconstruct the deformities of the head. METHODS: We reviewed the history of 133 patients undergoing a surgical procedure for craniosynostosis at our institution between the years 1984 and 2000. 12 craniofacial syndromes were excluded from the study. The results were discussed and were compared to the results of other published studies. RESULTS: Sagittal synostosis was observed in 67% of all cases. 15% of the children had functional or motorical dysfunction prior to the operation. The mean age at the operation was 4.9 months. The operation time was significantly shorter in children which were less than 12 months old. Blood loss was significantly lower in patients with sagittal synostosis than patients with metopic- or coronal synostosis. A symmetrical shape of the head was achieved in 57%. Relapse of the deformity had 2.5% of the children. A satisfactory aesthetic result was achieved in 90% of the patients. CONCLUSION: The results of the study demonstrate a harmonic growth of the head after craniofacial surgery. Relapse of the deformity was observed rarely. According to our results the operation should be performed between the 6th and 12th month of life. In this period of time the best functional and aesthetic outcome will be achieved.

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