Langfristige Nachuntersuchungsergebnisse nach Implantation einer zementfreien Schraubpfanne

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-17603
http://hdl.handle.net/10900/44666
Dokumentart: Dissertation
Date: 2005
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Sonstige
Advisor: Eingartner, C.
Day of Oral Examination: 2004-05-11
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Schraubring , Azetabulum , aseptische Lockerung , Harris-Hip-Score, Hüft-Total-Endoprothese
Other Keywords:
Srew-Ring , Acetabulum , aseptic loosening , Harris-Hip-Score , arthroplasty
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Inhaltszusammenfassung:

Der Schraubring vom Typ München wird seit 1997 an der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik angewendet. Es handelt sich hierbei um einen aus Reintitan, in verschiedenen Grössen mit modularen Polyäthyleneinsätzen zur Verfügung stehenden Schraubring, der zementfrei implantiert wird. 155 Patienten mit 165 Schraubringen vom Typ München wurden in der Zeit vom Dezember 1999 bis März 2000 im Rahmen einer retrospektiven Studie nachuntersucht. Der durchschnittliche Nachuntersuchungszeitraum betrug 11,5 ( 10,8-13,4 ) Jahre, während diesem verstarben 23 Patienten ( 25 Prothesen ), es konnten jedoch fünf Patienten mit sechs Schraubringen in die radiologische Nachuntersuchung mit aufgenommen werden, da vor ihrem Tod eine Lockerung diagnostiziert werden konnte. Die Nachuntersuchungsrate bezogen auf die überlebenden Patienten lag bei 98,6%, bezogen auf das Gesamtkollektiv lag die Nachuntersuchungsrate bei 87,3%. Die postoperative Infektionsrate betrug 0%. Die Rate aseptischer Lockerungen des Schraubringes betrug 84,3% ( 107 Schraubringe ). Die Wechselrate des Schraubringes lag bei 41,3%. Die klinischen Ergebnisse wurden anhand des Harris-Hip-Score ausgewertet. Es wurden, abhängig vom radiologischen Ergebnis, verschiedene Patientenkollektive gebildet. Patienten mit noch einliegender Pfanne gaben nur zu 25% an, keine Schmerzen zu hben. 8,8% der Patienten gaben an erhebliche oder deutliche Schmerzen zu haben. Die Funktion des Hüftgelenkes war dementsprechend nicht optimal. Der durchschnittliche Harris-Hip-Score der Patienten mit noch einliegenden Pfannen betrug 79,2 Punkte ( 22 bis 100 Punkte ). 55,% wiesen ein gutes oder excellentes Ergebnis auf, 45% hatten ein zufriedenstellendes oder schlechtes Ergebnis vorzuweisen. Die kumulative Überlebensrate des Schraubrings vom Typ München betrug nach 13 Jahren 26,9%. Der Funktionsfragebogen Hannover, mit dem die subjektive Zufriedenheit der Patienten untersucht wurde, bestätigt diese Ergebnisse. 48,8% der Patienten hatten ein mässiges oder schlechtes Ergebnis. Aufgrund des schlechten Ergebnisses sowohl in der klinischen als auch in der radiologischen Nachuntersuchung kann eine weitere Anwendung des Schraubringes vom Typ München nicht empfohlen werden.

Abstract:

A study was begun in 1999 to determine the efficacy of the cementless screw-ring 'München'. We enrolled hundret-fifty-five patients who had a total of hundret-sixty-five cementless threaded titanium cups into a retrospective study and examined them for clinical symptoms and radiographic signs of component loosening. The average duration of follow-up was 11,5 years (range, 10,8 to 13,4 years). The mean age at the time of the arthroplasty was 57,7 years. The rate of aseptic loosening of the screw-ring was 84,3%. 41,3% of the cups required revision. The clinical evaluation was performed with use of the Harris hip score. According to the radiological result different collectives of patients were created. The mean Harris-Hip-Score for patients with still fixed cups was 79,2. The cumulative 13-year survival rate was 26,0% for the srew-ring. Due to the disappointing long-term-results we can not recommend the further use of the cementless screw-ring „München“.

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