Trennung der Eltern: Wie wird sie den Kindern vermittelt und welchen Einfluss haben Art und Inhalt der Mitteilung auf das Trennungserleben der Kinder?

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Zitierfähiger Link (URI): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-15636
http://hdl.handle.net/10900/44597
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2005
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Sonstige
Gutachter: Klosinski, G.
Tag der mündl. Prüfung: 2004-05-11
DDC-Klassifikation: 150 - Psychologie
Schlagworte: Ehescheidung / Kind , Eltern / Kind , Trennung
Freie Schlagwörter: Scheidungskind , Eltern-Kind-Beziehung , Scheidung , Trennungserfahrung
children , divorced parents , communication of separation , parent-child relationship , divorce
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Anhand von 45 Sorgerechtsgutachten über 89 Kinder aus den Jahren 1996-1999 und 62 schriftlich beantworteten Katamnesebögen der entsprechenden Eltern sollte untersucht werden, wie die Eltern den Kindern von ihrer bevorstehenden Trennung berichteten und ob Art und Inhalt dieser Mitteilung Auswirkungen auf die Trennungsbewältigung der betroffenen Kinder hatten. Hierzu wurde ein Fragebogen zur Gutachtenauswertung erstellt, der folgende Bereiche erfasste: 1) Basisdokumentation Kinder und Eltern, 2) Lebenssituation der Kinder vor und nach der Trennung, 3) Trennungsgespräch, 4) Verlauf der Trennung, 5) Erleben/Auswirkungen der Trennung, 6) Gutachterliche Beurteilung. Der Katamnesebogen enthielt Fragen zur Entwicklung der Kinder, ihrem Verhältnis zu ihren Eltern und dazu, wie die Eltern die Bedeutung eines erklärenden Gesprächs über die Trennung einschätzten. Es zeigte sich, dass nur in 48,9% der Familien ein Gespräch über die Trennung geführt worden war. Mit 35,5% der Kinder war nicht gesprochen worden und 12,4% der Kinder waren von ihren Eltern bezüglich der Trennung belogen worden. Die Eltern begründeten die fehlenden Gespräche vor allem damit, dass die Kinder zu klein gewesen seien oder geschont werden sollten. Es stellte sich kein eindeutiger Zusammenhang zwischen der Art der Trennungsmitteilung und der Trennungsbewältigung durch die Kinder dar. Es darf vermutet werden, dass viele andere Variablen hierbei ebenfalls eine Rolle spielen. Es konnte jedoch gezeigt werden, dass ein Zusammenhang zwischen einem Gespräch über die Trennung und einer positiven Vater-Kind-Beziehung besteht. Die Diskussion der Ergebnisse beleuchtet die Vielschichtigkeit und Bedeutung dieses Themas das, in der Literatur und von vielen trennungswilligen Eltern offenbar vernachlässigt, angesichts der stetig steigenden Scheidungsziffern hoch aktuell ist und bleiben wird.

Abstract:

On the basis of 45 expert opinions of custody cases involving 89 children dating from 1996-1999 and of 62 questionaires answered by the parents it was examined, how the parents told their children about the impending separation. We were interested if the way the parents told their children and the contents of the communication had an impact on coping with the separation. We found that only 48.9% of the families talked about the separation. 35.5% of the children were not informed, 12.4% of the children were not told the truth by their parents. There was no clear connetion between the way children were informed and their coping behavior. Yet it could be shown that talking to the children had a positive effect on the relationship between the father and the child. The discussion of the results will point out the complexity and importance of this topic which has not been sufficiently considered in the literature and by parents planning a divorce. Yet looking at the rising divorce rate one can see how highly topical it is and will remain in the future.

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