Interverntionskonzeptionen bei Bagatelldelinquenz Jugendlicher in Polen und Deutschland - Eine rechtsvergleichende Betrachtung

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Zitierfähiger Link (URI): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-3001
http://hdl.handle.net/10900/43680
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2001
Sprache: Deutsch
Fakultät: 3 Juristische Fakultät
Fachbereich: Sonstige
Gutachter: Kerner, Hans-Jürgen
Tag der mündl. Prüfung: 2001-05-03
DDC-Klassifikation: 340 - Recht
Schlagworte: Jugendkriminalität , Rechtsvergleich , Bagatellstrafsache , Polen , Intervention
Freie Schlagwörter: Jugenddelinquenz , Rechtsvergleich , Polen , Bagatelle , Intervention
Juvenile Delinquency , Legal Comparison , Poland , Petty Offence , Intervention
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ubt-nopod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ubt-nopod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

In Polen und Deutschland gehört es inzwischen zum gesicherten Stand wissenschaftlicher Erkenntnis, daß es sich bei den meisten Jugend(straf)taten um geringfügige Normverstöße handelt. Die Arbeit verdeutlicht die abweichenden strukturellen Ansätze im Umgang mit jugendlichen Rechtsbrechern und nutzt diese Erkenntnisse für einen kritischen Vergleich. Indem verschiedene Modelle und rechtliche Problemlösungen vorgefunden werden, offenbaren sich gravierende Unterschiede in den rechtlichen Ausprägungen und den Organisationsprinzipien der Jugend(kriminal)rechtspflege. Den Ausgangspunkt der Untersuchung bildet eine Auseinandersetzung mit dem Begriff und den methodischen Grundanliegen der Bagatelle, bevor auf die unterschiedlichen Lösungskonzepte in beiden Ländern eingegangen wird. Am Ende steht die Entwicklung einer für die Arbeit operablen jugendspezifischen Bagatelldefinition. Ferner werden die bestehenden Systeme jugendrechtlicher Kontrolle vergleichend gegenübergestellt. Dieser Abschnitt bildet den Schwerpunkt der Arbeit. Überdies konzentriert sich die Betrachtung auf die Notwendigkeit jugendspezifischer Intervention auf Bagatelldelinquenz. Grundanliegen, Begriff und Vielgestaltigkeit von Diversion als maßgebliches Bewältigungskonzept schließen sich an, bevor auf normative Grundlagen und Anwendungspraxis in Polen und Deutschland eingegangen wird. Insgesamt versteht sich die Studie primär als deskriptive Analyse vorgefundener rechtlicher Strukturen und will Einblicke in die praktische Umsetzung gewähren. Nach Betrachtung differierender gesetzlicher Grundlagen und praktischer Umsetzung fällt insbesondere die weitgehende Kongruenz in der Reaktionspraxis auf. So werden insbesondere die jeweiligen Möglichkeiten der Verfahrenseinstellung bei Bagatellkriminalität Jugendlicher von Rechtsanwendern in beiden Ländern exzessiv genutzt.

Abstract:

In Poland and Germany, it is well known on the most secure level of academic knowledge that most juvenile criminal acts are minor offences. This study clarifies the different structural roots when dealing with young people who break the law, and uses this information for a critical comparison. Serious differences appear in the legal shaping and in the organization principles of the juvenile administration of (criminal) justice as various models and legal solutions are discovered. An analysis concerning the definition of the Petty Offence and methodically laying out its fundamental concerns forms the starting point of the study, before moving on to the different concepts of solving the problem in both countries. At the end, a specific definition of the Petty Offence is developed as far as young people are concerned, which will be usable in the context of this study. Following this, the existing systems of controlling juvenile law are compared. This section forms the main content of the study. Furthermore, the study focuses on the necessity of an intervention into minor delinquency, specifically geared towards the younger generation. The fundamental concerns, the definition and the various forms of diversion as a definitive way of overcoming the problem follow, before dealing with normative basics and the process of its application in Poland and Germany. All in all, the study should primarily serve as a descriptive analysis of legal structures, which have been discovered, and it should give an insight into the practical conversion. After considering the various legal basics and practical conversion, the further congruence in the reactions particularly stands out. Therefore, the prevailing possibilities of a stay of proceedings amongst juvenile petty crime are used a great deal by legal appellants in both countries.

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