Vergleich der Genauigkeit von vollständig geführten Implantationen am Unterkiefermodell mit zwei verschiedenen Herstellungsverfahren unter Berücksichtigung individueller Einflussfaktoren der Probanden

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/185173
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1851735
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2026-11-04
Originalveröffentlichung: Schulz MC, Krimmel M, Weismann C, Kaucher-Fernandez P, Lethaus B, Mann NK. Influence of two different printing methods on the accuracy of full-guided implant insertion - a laboratory study in undergraduate dental students. BDJ Open. 2025 Jan 26;11(1):6. doi: 10.1038/s41405-025-00295-y. PMID: 39865072; PMCID: PMC11770064.
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Zahnmedizin
Gutachter: Krimmel, Michael (Prof. Dr. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2026-10-20
DDC-Klassifikation: 430 - Deutsch
610 - Medizin, Gesundheit
Freie Schlagwörter: Zahnmedizin
Digitale Zahnmedizin
Implantologie
Digitale Implantologie
Oralchirurgie
3D-Druck
Lehrevaluation
Hands-On Kurse
Zahnmedizinische Lehre
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Einleitung Die dentale Implantologie ist eine etablierte Therapie zur Versorgung partiell oder vollständig zahnloser Patienten. Grundlage des Erfolgs sind die vielfältigen Versorgungsmöglichkeiten sowie die Weiterentwicklungen von Implantatformen und Oberflächenstrukturen. Langzeitstudien zeigen Überlebensraten von über 95 % nach zehn Jahren. Parallel hat die Digitalisierung implantologischer Behandlungsabläufe an Bedeutung gewonnen. Dreidimensionale Bildgebung mittels digitaler Volumentomographie (DVT), digitale Planungssoftware und additive Fertigung ermöglichen eine virtuelle Implantatplanung und deren Übertragung durch patientenspezifische Bohrschablonen. Die Übertragungsgenauigkeit zwischen geplanter und realer Implantatposition ist entscheidend für den klinischen Erfolg. Während DLP-Drucker eine hohe Präzision ermöglichen, gelten FFF-Drucker als kostengünstigere Alternative, deren implantologisches Anwendungspotenzial bislang unzureichend untersucht ist. Material und Methoden In dieser Studie wurden 100 digital geplante Bohrschablonen mit jeweils zwei Implantatpositionen in den Regionen 36 und 46 (FDI) erstellt. Je 50 Schablonen wurden mittels DLP-Druckes (RapidShape D30II) und FFF-Druck (Prusa MK3/MK3S) gefertigt. Die Arbeitsunterlagen waren 50 standardisierte Unterkiefermodelle. Diese wurden optisch digitalisiert und zusätzlich mittels digitaler Volumentomographie (DVT) erfasst. Implantatplanung und Schablonendesign erfolgten in der Software coDiagnostiX™ nach Registrierung der STL- und DVT-Datensätze. Die Implantationen wurden von Studierenden an Phantomköpfen durchgeführt. Pro Modell wurden zwei Implantate inseriert und die Implantationszeit dokumentiert. Zur Erfassung von Vorkenntnissen und Kursbewertung wurde ein Evaluationsbogen eingesetzt. Zur Analyse der Implantationsgenauigkeit wurden prä- und postoperative DVT-Datensätze überlagert und Winkel- sowie Positionsabweichungen zwischen geplanter und realisierter Implantatposition bestimmt. Primäres Zielkriterium war der Vergleich der Übertragungsgenauigkeit zwischen DLP- und FFF-gedruckten Bohrschablonen. Sekundäre Zielkriterien umfassten Einflussfaktoren der Studierenden, Implantationsdauer sowie die Bewertung der implantologischen Ausbildung. Ergebnisse Insgesamt wurden 288 Messungen von 48 Teilnehmenden ausgewertet. Der Vergleich der Herstellungsverfahren zeigte signifikante Unterschiede in mehreren Genauigkeitsparametern. DLP-gedruckte Bohrschablonen wiesen geringere Winkel- und dreidimensionale Positionsabweichungen an Implantatbasis und Implantatspitze auf. Weitere Einflussfaktoren zeigten ebenfalls signifikante Effekte. Weibliche Teilnehmende erreichten in allen Parametern geringere Abweichungen als männliche. Studierende mit vorheriger Berufsausbildung implantierten präziser als ohne. Die Händigkeit beeinflusste lediglich die Winkelabweichung signifikant bei rechtshändigen Teilnehmern. Zusätzlich zeigte sich ein Einfluss der Implantationsseite. Implantate in Region 46 zeigten in mehreren Parametern höhere Abweichungen als in Region 36. Gleichzeitig benötigten die Teilnehmenden mit FFF-Schablonen weniger Zeit. Etwa ein Drittel hatte vor Kursbeginn keinen Kontakt zur Implantologie. Das Interesse an chirurgischen und prothetischen Inhalten war bereits vor dem Kurs hoch und nahm nach Teilnahme weiter zu. Diskussion Mögliche Ursachen für die besseren Ergebnisse der DLP-Schablonen sind eine höhere Auflösung und homogenere Oberflächenstrukturen. FFF-Schablonen weisen im Vergleich eine geringe Detailgenauigkeit und rauere Oberflächen auf. FFF-Drucker bieten Vorteile hinsichtlich niedriger Anschaffungskosten, einfacherer Handhabung und weniger Aufwand im Postprocessing. FFF-gedruckte Bohrschablonen erweisen sich als wirtschaftliche Lösung für die Ausbildung, während DLP-basierte Verfahren aufgrund höherer Präzision weiterhin den klinischen Standard darstellen.

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