Machtpolitik gegen Reformanstalten : drei Fallstudien

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/184118
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1841189
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-125431
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 1973
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
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Inhaltszusammenfassung:

Der Artikel behandelt drei Versuche des Justizministeriums Baden-Württemberg zur Errichtung von Reformanstalten. Zwei dieser Versuche sind am Widerstand der Öffentlichkeit und ihrer politischen Repräsentanten, die als institutionelle Opposition fungierten, gescheitert; der dritte Versuch kann trotz Widerstands dieser Gruppe infolge günstiger Umstände verwirklicht werden. Die Beispiele machen deutlich, daß eine innovative Politik im Politikfeld Strafvollzug auf eine komplexe Interdependenz gesellschaftlicher Sachverhalte und institutionalisierter Regelungen stößt, die Reformversuche sowohl in einem „Konservatismus aus Komplexität“ als auch in einem „Konservatismus aus strukturellen Gründen“ ersticken lassen. Übrig bleibt eine Politik der kleinen Schritte, die sich allmählich „durchwurstelt“.

Abstract:

Three attempts are described to create correctional reform institutions in Baden-Wurttemberg. Two of these attempts failed, because of resistance on the part of the public and its political representatives. The third attempt is being carried through, due to favorable circumstances. The examples demonstrate that an innovative policy in the field of corrections collides with a complex interdependency of social factors and institutionalized norms. The reform attempts are therefore stifled both by a conservatism stemming from complexity as well as a structurally generated conservatism. What remains is the politics of „small steps“ and that of „muddling through“.

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