Transformation der Hausarztpraxis zur interprofessionellen Primärversorgungspraxis: Pflegekompetenz als Impuls der Transformation

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/183797
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1837972
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 2026-02
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Medizin
DDC-Klassifikation: 610 - Medizin, Gesundheit
Schlagworte: Medizinische Versorgung , Pflege , Transformation , Kooperation
Freie Schlagwörter: Primärversorgung
Pflegekompetenz
Advanced Nursing Practice
Interprofessionelle Zusammenarbeit
Nursing Competence
Interprofessional Collaboration
Advanced Nursing Practice
Primary Care
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen, patient und zukunftsfähigen Primärversorgung erfordert die Weiterentwicklung der Hausarztpraxis hin zu einer interprofessionellen Primärversorgungspraxis. Das Thesenpapier beschreibt zentrale Voraussetzungen dieser Transformation und hebt das Potenzial pflegerischer Kompetenz hervor. Erforderlich sind verbindliche Rollen- und Aufgabenverteilungen mit definierten Handlungs- und Verantwortungsrahmen, gezielte Organisationsentwicklung, standardisierte Behandlungspfade, strukturierte Kommunikation sowie geeignete gesetzliche und finanzielle Rahmenbedingungen. Einen wesentlichen Impuls bietet die systematische Integration von Pflegefachpersonen. Ihre Expertise ist insbesondere bei Multimorbidität, chronischen Erkrankungen und komplexen Versorgungssituationen sowie in Gesundheitsförderung und Prävention relevant. Hochschulisch qualifizierte Pflegefachpersonen, insbesondere Advanced Practice Nurses und Community Health Nurses (APN/CHN), können eigenständig Aufgaben in komplexen Versorgungsprozessen übernehmen. Voraussetzung sind regulierte Qualifikationswege, rechtlich verankerte Kompetenz- und Verantwortungsbereiche sowie geeignete Vergütungsstrukturen. Die konsequente Einbindung pflegerischer Kompetenz in interprofessionelle Teams kann damit wesentlich zur langfristigen Sicherung der Primärversorgung in Deutschland beitragen.

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