Anspruch und soziale Wirklichkeit des diagnostischen Prozesses traditioneller forensisch-psychiatrischer Begutachtung

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/183194
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1831940
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-124508
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 1977
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
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Inhaltszusammenfassung:

Es werden einige soziale und sozialpsychologische Determinanten des Prozesses forensischer Diagnostik thematisiert und mit den Ansprüchen traditioneller forensisch-psychiatrischer Begutachtung aus ihrem Erkenntnismodell und sozialen Selbstverständnis konfrontiert. Der Beitrag kommt zu dem Ergebnis, daß forensische Psychiatrie in ihrem diagnostischen Kernbereich diesen Ansprüchen nicht gerecht wird; darüber hinaus wirkt sie als forschungsleitende Perspektive forensischer Diagnostik erkenntnishemmend, insofern außer-psychopathologische Variablen nur als zu eliminierende Störfaktoren, nicht aber als konstituierende Bedingungen integriert werden können.

Abstract:

Social and social-psychological determinants qualifying forensic diagnostics as a social process contrast with fundamental hypotheses of traditional forensic psychiatry with regard to its diagnostic model (objectivity, reliability, validity) and social concept. Therefore traditional psychiatry, being unable to adequately integrate social and social-psychological variables cannot serve as a guideline for research in the social context of forensic diagnostics.

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