Behandlung oder Freiheit : Hintergründe von "Community Treatment"-Programmen und deren Bedeutung für die Betroffenen

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/182935
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1829355
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-124249
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 1978
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
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Inhaltszusammenfassung:

Während in der Bundesrepublik Deutschland derzeit versucht wird, die bescheidenen reformatorischen und besonders die sozialtherapeutischen Impulse, die in das seit Anfang 1977 geltende Strafvollzugsgesetz Eingang gefunden haben, gegen restriktive Tendenzen zu bewahren, ist die Diskussion im westlichen Ausland teilweise bereits auf einer anderen Ebene angelangt. Die Behandlung in Freiheit in kommunalen Programmen gilt als Mittel der Wahl, auch bei typischen Gefängnis- und Psychiatriekandidaten alter Einschätzung. Im vorliegenden Beitrag wird kritisch geprüft, ob der Ruf nach Abschaffung aller Gefängnisse und Psychiatrien durchweg so progressiv im Sinne einer gesellschaftlichen Reintegration zu bewerten ist, wie er sich gibt, oder ob sich nicht hinter neuen Programmen und Etiketten weiterhin die altbekannten repressiven Zwänge verbergen. Die beteiligten Disziplinen (Sozialpädagogik, Psychiatrie / Medizin, Psychologie etc.) müssen sich hinsichtlich ihrer Rolle, in wessen Interesse sie tätig werden, kritische Fragen gefallen lassen.

Abstract:

The new German law of corrections in force since January 1, 1977, provides for some sociotherapeutic treatment opportunities. But there are quite strong and remarkable tendencies in theory and practice aimed at restricting those and other similar reform-orientated ideas. However, this might be rather a traditional debate since proponents of both control and therapy are arguing from a point of view within prisons and other correctional facilities. In this article the promise vs. dangers of de-institutionalist programs like „community treatment“ are to be critically evaluated with regard to the future development in German correctional policy. The slogan of decarceration seems to be a progressive one,but the reality of programs might be at least partly show several wellknown traditional repressive traits. The disciplines involved (like social education, psychiatry/medicine, psychology etc.) must be questioned for the role they play in whose interest.

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