Inhaltszusammenfassung:
Dieser Beitrag diskutiert verschiedene Theorien und Modelle, die sich mit der Entstehung von Strafgesetzen unter rechtssoziologischem bzw. kriminalsoziologischem Aspekt beschäftigen. Im Mittelpunkt steht der Übergang von einem Konsensmodell gesellschaftlicher Verhältnisse zu einem Konfliktmodell, das Normentstehung als Machtkampf zwischen verschiedenen Gruppen begreift. Das Konfliktmodell wird als nur bedingt geeignet betrachtet. Als ergänzendes und zugleich relativierendes Erklärungsmodell wird ihm an die Seite gestellt das Modell der Produktion von Strafrechtsnormen als Form staatlicher Machtausübung.