Modulation der Wirksamkeit von Remimazolam durch neuroinflammatorische Prozesse

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dc.contributor.advisor Grasshoff, Christian (Prof. Dr.)
dc.contributor.author Hofferbert, Jana
dc.date.accessioned 2026-07-20T14:57:41Z
dc.date.available 2026-07-20T14:57:41Z
dc.date.issued 2026-07-20
dc.identifier.uri http://hdl.handle.net/10900/181705
dc.identifier.uri http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1817054 de_DE
dc.identifier.uri http://dx.doi.org/10.15496/publikation-123027
dc.description.abstract Die vorliegende Arbeit untersucht, ob eine Vorbehandlung mit Lipopolysacchariden (LPS) in organotypischen Zellkulturen zu einer Modulation der Wirksamkeit von Remimazolam führt. Die organotypischen Zellkulturen stammen aus dem Neokortex junger Mäuse (Wildtyp). Zur Feststellung der Remimazolamwirkung wurde die Aktivität des kortikalen Netzwerks mit extrazellulären Multi-Unit-Ableitungen gemessen. Zudem wurde durch Patch-Clamp-Experimente die phasische und tonische GABAerge Transmission quantifiziert. Die extrazellulären Messungen ergaben, dass Remimazolam die Aktionspotentialrate des kortikalen Netzwerks konzentrationsabhängig reduziert. Die Reduktion der Netzwerkaktivität scheint Remimazolam über eine Verstärkung der synaptischen GABAergen Transmission zu bewirken. Lipopolysaccharide reduzierten ebenfalls die Aktionspotentialrate des kortikalen Netzwerks. Die Verringerung der Netzwerkaktivität durch LPS scheint jedoch nicht GABAerg vermittelt zu werden. Als zentrales Ergebnis des vorliegenden Projekts konnte die Modulation der Wirksamkeit von Remimazolam durch LPS festgestellt werden. Die Wirksamkeit von 10 nM Remimazolam wurde durch LPS-Vorbehandlung verstärkt. Für die Konzentrationen 50, 100 und 500 nM Remimazolam hingegen zeigte sich eine Abschwächung der Wirksamkeit von Remimazolam unter Entzündungsbedingungen. Dabei spiegelte sich die Modulation der Remimazolamwirkung durch LPS jedoch kaum auf Ebene der GABA-A-Rezeptor-vermittelten Transmission wider. Dies könnte darauf hinweisen, dass auch nicht-GABAerge Mechanismen an der Modulation der Remimazolamwirkung unter Entzündungsbedingungen beteiligt sind. Zusammenfassend wurde eine Modulation der Wirksamkeit von Remimazolam unter Entzündungsbedingungen in organotypischen Zellkulturen des Neokortex nachgewiesen. Diese betrifft den unteren klinisch relevanten Konzentrationsbereich. Die Ergebnisse der In-vitro-Studie stellen die uneingeschränkte Nutzung von Remimazolam bei Patienten mit neuroinflammatorischen Erkrankungen infrage. Abschließende klinische Empfehlungen können jedoch erst durch weiterführende Untersuchungen am lebenden Organismus abgegeben werden. de_DE
dc.language.iso de de_DE
dc.publisher Universität Tübingen de_DE
dc.rights ubt-podno de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en en
dc.subject.ddc 610 de_DE
dc.subject.other Remimazolam de_DE
dc.subject.other Benzodiazepine de_DE
dc.subject.other Neuroinflammation de_DE
dc.subject.other Sepsis de_DE
dc.title Modulation der Wirksamkeit von Remimazolam durch neuroinflammatorische Prozesse de_DE
dc.type PhDThesis de_DE
dcterms.dateAccepted 2025-11-04
utue.publikation.fachbereich Medizin de_DE
utue.publikation.fakultaet 4 Medizinische Fakultät de_DE
utue.publikation.noppn yes de_DE

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