Inhaltszusammenfassung:
Die zivile Luftfahrt hat ihre schwarzen Engel: eine lange Reihe von Flugzeugentführungen und Bombenattentaten begleiten ihre Geschichte. Wie wird diese dauerhafte, doch diffuse Bedrohung im französischen Flughafen Paris-Orly gehandhabt? Wie werden Terroristen davon abgehalten, Attentate zu begehen? Das Dispositiv der Terrorismusverhütung wird beschrieben als ein Prüf- und Durchschleusmechanismus, in dem potentielle Gefahrenträger-Menschen oder Objekte - aus den massiven Strömen, die tagtäglich den Flughafenraum durchqueren, herausgesondert werden sollen. Doch wie kann diese Aussonderung wirksam sein und gleichzeitig die Rechte der Kontrollierten nicht in Frage stellen? Die Bedingungen einer „guten" Terrorismusabwehr sind nicht nur in der Qualität der Aussonderung zu suchen, sondern auch im gerechten Umgang mit den Flughafennutzern, die sich den Kontrollen unterziehen müssen und als unschuldige und harmlose Dritte in den „kalten" Konflikt zwischen Terroristen und Antiterroristen hineingezogen werden. Ziel ist die Darlegung des normativen Horizonts der Terrorismusverhütung sowie der Art und Weise, wie diese normativen Richtlinien in die Materialität der Vorrichtung selbst „hineingelegt" wurden.