Zahnverlust bei parodontal erkrankten Patienten im Verlauf einer rein nicht-chirurgischen Parodontitistherapie

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dc.contributor.advisor Lachmann, Stefan (Dr.)
dc.contributor.author Braun, Sandra
dc.date.accessioned 2026-02-10T12:11:43Z
dc.date.available 2026-02-10T12:11:43Z
dc.date.issued 2026-02-10
dc.identifier.uri http://hdl.handle.net/10900/175449
dc.identifier.uri http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1754493 de_DE
dc.identifier.uri http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1754493 de_DE
dc.identifier.uri http://dx.doi.org/10.15496/publikation-116774
dc.description.abstract Zielsetzung: In der vorliegenden Arbeit wurde der Behandlungserfolg einer Parodontitistherapie retrospektiv anhand des Zahnverlustes untersucht. Dabei wurde analysiert, welcher Langzeiterfolg zum Erhalt von parodontal geschädigten Zähnen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Einflussfaktoren mit einer nicht-chirurgischen Therapie erzielt werden kann. Material und Methoden: In die Studie wurden alle Patienten eingeschlossen, welche von 1994 bis 2018 aufgrund einer Parodontitis behandelt wurden und innerhalb des ersten Jahres nach Therapiebeginn an einer Reevaluation und über mindestens fünf Jahre an einer unterstützenden Parodontitistherapie teilnahmen. Die aktive Parodontitistherapie musste abgeschlossen sein und es durften keine parodontalchirurgischen Maßnahmen stattgefunden haben. Anhand der Patientenakten wurden die folgenden Parameter erfasst: durchschnittliche Sondierungstiefe und CAL, Versorgungsstatus, Furkationsbeteiligung, Lockerungsgrad, Geschlecht, Alter, Raucherstatus, Diabetes mellitus, Compliance, Parodontitisstadium sowie -grad, maximaler Knochenverlust, BOP sowie die Anzahl der Behandlungstermine. Außerdem wurde sowohl der gesamte Zahnverlust als auch der Verlust aus parodontalem Grund ermittelt. Ergebnisse: Von den insgesamt 145 selektierten Patientenakten wurden 115 statistisch ausgewertet. Während eines durchschnittlichen Zeitraums von 9,0 ± 2,4 Jahren gingen insgesamt 201 Zähne verloren, wovon zwischen T1 und T2 bei 118 Zähnen eine parodontale Ursache dafür festgestellt wurde. Dies entspricht während der UPT einem jährlichen parodontalen Zahnverlust von 0,13 ± 0,26 Zähnen pro Patient. Zum Zeitpunkt T0 und T1 korrelierten für den insgesamten Zahnverlust ein Lockerungsgrad I-III, ein Furkationsgrad I-III, ein Parodontitisstadium IV, ein festsitzender Zahnersatz sowie die durchschnittliche Sondierungstiefe statistisch signifikant. Bis auf die durchschnittliche Sondierungstiefe konnten zum Zeitpunkt T0 dieselben Risikofaktoren mit einem Verlust aus parodontalem Grund in Zusammenhang gebracht werden. Dagegen konnte zum Zeitpunkt T1 zwischen dem parodontalen Zahnverlust und Zähnen mit Furkationsgrad I sowie festsitzender prothetischer Versorgung keine statistisch signifikante Korrelation festgestellt werden. Die mittlere Sondierungstiefe konnte allerdings zum Zeitpunkt T1 als Risikofaktor für einen parodontalen Zahnverlust statistisch nachgewiesen werden. Weiterhin lagen keine statistisch signifikanten Zusammenhänge bei Rauchern, Diabetikern, dem BOP, dem maximalen Knochenverlust und der Compliance sowie dem initial diagnostizierten Grad der Parodontitis vor. Teile dieser Ergebnisse wurden bereits am 27.03.2025 im Dentistry Journal publiziert (DOI: 10.3390/dj13040146.). Diskussion: Die Ergebnisse der vorliegenden Studie decken sich in weiten Teilen mit anderen Studien. Da jedoch nur wenige Studien eine rein nicht-chirurgische Therapie untersuchten und Auswertungen der einzelnen Lockerungs- und Furkationsgrade unter dieser Therapieart selten sind, erscheinen die Ergebnisse der vorliegenden Studie interessant. Mögliche Unstimmigkeiten können aufgrund des retrospektiven Studiendesigns und der eher kleinen Kohorte sowie durch eine stellenweise unterschiedliche Definition einiger Parameter, im Vergleich zu anderen Studien, vermutet werden. Schlussfolgerung: In dieser Studie stieg mit zunehmendem Lockerungsgrad das Verlustrisiko von Zähnen. Besonders Zähne mit einem Lockerungsgrad III hatten sowohl zum Zeitpunkt T0 als auch T1 die schlechteste Prognose. Konnte bei einem mehrwurzligen Zahn eine Furkationsbeteiligung gemessen werden, so stieg dessen Verlustrisiko mit zunehmendem Furkationsgrad. Weiterhin ist die durchschnittliche Sondierungstiefe vor allem zum Zeitpunkt T1 als Risikofaktor für einen Zahnverlust anzusehen. Besonders Patienten mit einem Parodontitisstadium IV korrelierten bei nicht-chirurgischer Therapie mit einem Zahnverlust. Der Erhalt parodontal geschädigter Zähne als Pfeiler für einen festsitzenden Zahnersatz ist unter nicht-chirurgischen Therapiemaßnahmen zum Zeitpunkt T0 schlechter möglich als bei einer herausnehmbaren Versorgung. Die alleinige Parodontitisbehandlung mittels nicht-chirurgischer Maßnahmen sollte deswegen eher kritisch hinterfragt werden und im Hinblick auf einen Therapieerfolg ggf. durch chirurgische Interventionen ergänzt werden. de_DE
dc.language.iso de de_DE
dc.publisher Universität Tübingen de_DE
dc.rights ubt-podno de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en en
dc.subject.classification Parodontitis , UPT , , Zahnmedizin de_DE
dc.subject.ddc 610 de_DE
dc.subject.other Furkationsbefall de_DE
dc.subject.other Zahnverlust de_DE
dc.subject.other retrospektiv de_DE
dc.subject.other Langzeitstudie de_DE
dc.subject.other PA de_DE
dc.subject.other Zahnlockerung de_DE
dc.subject.other nicht-chirurgische Therapie de_DE
dc.title Zahnverlust bei parodontal erkrankten Patienten im Verlauf einer rein nicht-chirurgischen Parodontitistherapie de_DE
dc.type PhDThesis de_DE
dcterms.dateAccepted 2026-01-26
utue.publikation.fachbereich Zahnmedizin de_DE
utue.publikation.fakultaet 4 Medizinische Fakultät de_DE
utue.publikation.noppn yes de_DE

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