dc.contributor.advisor |
Köppen, Michael (PD. Dr.) |
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dc.contributor.author |
Sari-Yavuz, Sibel |
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dc.date.accessioned |
2025-03-31T14:43:27Z |
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dc.date.available |
2025-03-31T14:43:27Z |
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dc.date.issued |
2025-03-31 |
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dc.identifier.uri |
http://hdl.handle.net/10900/163502 |
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dc.identifier.uri |
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1635020 |
de_DE |
dc.identifier.uri |
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-104832 |
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dc.description.abstract |
Ein Schock manifestiert sich als akuter, potenziell lebensbedrohlicher Zustand, bedingt durch unzureichende Durchblutung und folglich ungenügende Sauerstoffversorgung von Körperzellen und Gewebe. Aufgrund einer eingeschränkten zellulären Funktion kann dies zum Multiorganversagen und letztendlich zum Tod führen, sofern eine rechtzeitige Erkennung und Behandlung ausbleiben. Die primäre Therapie des Schocks zielt darauf ab, die zugrundeliegende Ursache zu behandeln. Um die hämodynamische Stabilität wiederherzustellen, wird oft zunächst eine Volumengabe in Betracht gezogen. Zusätzlich werden bei der Schockbehandlung Katecholamine eingesetzt. Die häufigsten Vertreter der vasoaktiven Substanzen sind Noradrenalin, Adrenalin und Dopamin. Grundlagenwissenschaftliche Arbeiten deuten darauf hin, dass die vermehrte Produktion von Stickstoffmonoxid einen Schockzustand begünstigen könnte. Der NO-Synthase Inhibitor, der seit Langem verwendet wird, ist das Methylenblau. Trotz seiner weiten Anwendung bleibt die Dosierungsstrategie für Methylenblau bisher unklar.
Diese retrospektive Kohortenstudie zielt darauf ab, verschiedene Dosierungsstrategien zu untersuchen, um eine fundierte Empfehlung für die optimale Anwendung von Methylenblau in der Behandlung von Schockzuständen zu erarbeiten. Ein Schock war definiert als Noradrenalin-Dosis >0,1 μg/kg/min und Serumlaktatspiegel >2 mmol/l zu Beginn der Methylenblau-Gabe. Zwischen 2014 und 2019 wurden 209 Patienten in drei Gruppen anhand der verschiedenen Dosierungsstrategien unterteilt und untersucht. In der Studie wurden die therapierelevanten intensivmedizinischen Parameter verglichen und reevaluiert. Am häufigsten wurde die Dosierungsstrategie mit einer Bolusapplikation gefolgt von einer kontinuierlichen Infusion über 24 Stunden verwendet (n=111). 59 Patienten erhielten eine alleinige Bolusgabe über 30 Minuten und 39 Patienten eine alleinige kontinuierliche Infusion über 24 Stunden.
Die drei Gruppen wiesen keine Unterschiede in den demografischen Merkmalen, Komorbiditäten sowie Morbidität und Mortalität zu Beginn der Therapie auf. Allerdings wurde ein signifikanter Unterschied in Bezug auf die 28-Tage-Mortalität festgestellt. Die niedrigste 28-Tage-Mortalität mit 53,1 % zeigte sich in der Gruppe, die zuerst eine Bolusgabe gefolgt von einer kontinuierlichen Methylenblau-Infusion erhielt. Die Sterblichkeitsrate in der Gruppe mit der alleinigen Bolusgabe betrug 71,2 %, während sie in der Gruppe mit einer kontinuierlichen Infusion bei 74,3 % lag.
Zusammenfassend deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass die Methylenblau-Behandlung mit einer Bolusverabreichung und anschließender kontinuierlicher Infusion mit einer geringeren 28-Tage-Mortalität bei Patienten mit Schock assoziiert war. Eine entscheidende Erkenntnis dieser Studie ist, dass ein Vorliegen eines kardiogenen Schocks und ein erhöhter VIS bzw. Noradrenalinbedarf die Wahrscheinlichkeit des Ansprechens auf Methylenblau erhöhen kann. |
de_DE |
dc.language.iso |
de |
de_DE |
dc.publisher |
Universität Tübingen |
de_DE |
dc.rights |
ubt-podno |
de_DE |
dc.rights.uri |
http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de |
de_DE |
dc.rights.uri |
http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en |
en |
dc.subject.classification |
Schock , Methylenblau |
de_DE |
dc.subject.ddc |
610 |
de_DE |
dc.subject.other |
Schock |
de_DE |
dc.subject.other |
Methylenblau |
de_DE |
dc.subject.other |
Dosierungsstrategie |
de_DE |
dc.title |
Retrospektive Untersuchung von Methylenblau zur Behandlung des Schocks |
de_DE |
dc.type |
PhDThesis |
de_DE |
dcterms.dateAccepted |
2025-02-27 |
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utue.publikation.fachbereich |
Medizin |
de_DE |
utue.publikation.fakultaet |
4 Medizinische Fakultät |
de_DE |
utue.publikation.noppn |
yes |
de_DE |