Risikofaktoren für schlafbezogene Atmungsstörungen bei Kindern mit Down-Syndrom – Eine retrospektive Datenanalyse von 223 Patienten über 9 Jahre

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URI: http://hdl.handle.net/10900/144171
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1441711
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-85515
Dokumentart: PhDThesis
Date: 2023-08-14
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Quante, Mirja (PD Dr.)
Day of Oral Examination: 2023-06-22
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Other Keywords: OSAS
Down-Syndrom
Schlafbezogene Atmungsstörungen
License: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Kinder mit Down-Syndrom (DS) haben ein bekanntermaßen deutlich erhöhtes Risiko an einem obstruktivem Schlafapnoesyndrom (OSAS) zu erkranken im Vergleich zu gesunden Kindern. In dieser retrospektiven Studie untersuchten wir 223 Patienten mit DS im Alter von null bis 18 Jahren, die zwischen 2011 und 2020 im Kinderschlaflabor in Tübingen untersucht wurden. Ziel war das Bestimmen prädiktiver Faktoren eines OSAS, sowie eine Auswertung longitudinaler Daten zur Verlaufsbeurteilung der Erkrankung. Die Schlaflaboruntersuchung wurde entsprechend den Kriterien der American Association of Sleep Medicine (AASM) ausgewertet. Die statische Datenanalyse wurden mittels unabhängigem T-Test, Chi-Quadrat-Test und Fisher Exact Test durchgeführt. Ein OSAS, definiert als gemischt-obstruktiver Apnoe-Hypopnoe-Index (MOAHI) ≥ 1 /Stunde, wurde bei 56 % der Kinder bei der Erstuntersuchung diagnostiziert. Der mediane MOAHI lag bei 1,4 /Stunde. Die OSAS-Prävalenz war am niedrigsten unter Säuglingen (46 %). Kinder mit DS und OSAS waren signifikant älter (2,9 versus 0,9 Jahre, p<0,01) und anamnestisch häufiger Schnarcher (60 % versus 47 %, p=0,049). 123 Kinder wurden mehrfach im Schlaflabor untersucht. 51 % der Kinder ohne initiales OSAS entwickelten im Verlauf ein OSAS. Unsere Daten rechtfertigen routinemäßige Schlaflaboruntersuchungen bei Vorschul- und Schulkindern mit DS, bei welchen sich die höchsten Prävalenzen an OSAS fanden. Auch ist eine regelmäßige Abfrage von Symptomen bei jeder kinderärztlichen Vorsorgeuntersuchung indiziert.

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