Entwicklung und Evaluation eines ex-vivo-Trainingsmodells zu Simulation und Training videoassistierter thorakoskopischer Chirurgie

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URI: http://hdl.handle.net/10900/130307
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1303078
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-71668
Dokumentart: Dissertation
Date: 2022-08-08
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Kirschniak, Andreas (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2022-05-17
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Other Keywords: VATS Trainingskurs
ex-vivo Schweinemodelle
MIC Tübingen
porcine ex-vivo modell
VATS
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Inhaltszusammenfassung:

Chirurgische Eingriffe, die mittels videoassistierter thorakoskopischer Chirurgie (VATS) durchgeführt werden, sind technisch anspruchsvoll und die Lernkurve ist lang. Es gibt einen dringenden Bedarf an geeigneten „off-labor“-Trainingskonzepten. Ziel dieser Arbeit war die Entwicklung und Evaluation eines Modells für realitätsnahes thoraxchirurgisches Training insbesondere der VATS-Lungenteilresektionen mit Blutungssimulation. Die systematische Entwicklung des „Tübinger-Thoraxtrainer“, kurz Tüthor war ein aufwändiger Prozess mit etlichen Zwischenstufen. Das Endergebnis besteht aus einer für die Lagerung drehbaren Cavität des Thorax, einem für die Organbestückung als Schublade gestalteten Mediastinum, Haut und Zwerchfell. Als optisch und haptisch hochwertiges Organmodell mit menschenähnlicher Anatomie und Parenchymeigenschaften dienen schlachtfrische ex-vivo-Herz-Lungenpakete vom Hausschwein. Eine realitätsnahe Blutungssimulation der herznahen kaliberstarken Gefäße wurde hydrostatisch realisiert. Die Erprobung und die Evaluation des Tüthor erfolgten im Rahmen von 4 VATS-Kursen mit insgesamt 40 Thoraxchirurgen vom Anfänger bis zum Chefarzt. Während der Kurse wurden komplette VATS-Lungenteilresektionen (Lobektomien und Segmentektomien) sowie eine dezidierte Simulation einer Blutungskomplikation durch die Teilnehmer durchgeführt. Selbst Expertentechniken wie die Bronchusnaht konnten durch die Teilnehmer trainiert werden. Eine subjektive Befragung der Teilnehmer per Fragebogen ergab durchweg Zustimmung. Unter anderem gaben 87,5% der Teilnehmer an, dass Tüthor geeignet für das thoraxchirurgische Training sei. Das Ex-vivo-Schweinemodell wurde in allen Aspekten u.a. den physiologischen Eigenschaften (Elastizität, Atelektase) als hinreichend realistisch für chirurgisches Training eingestuft. 75% der Befragten gaben an, dass auch die Perfusion (Füllung, Druck) der hilusnahen Gefäße realistisch sei. Tüthor hat durch seine umfassende Anatomie und flexible Bestückbarkeit Zukunftspotential. So kann er auch dem Training neuer Verfahren wie der uniportalen subxyphoidalen-VATS oder der Robotics-VATS dienen. Auch die Machbarkeit einer Fluoreszenz-Darstellung mit Indocyaningrün zur Darstellung der Lobusgrenzen konnte in Tüthor gezeigt werden.

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