Die Darstellung kindlichen Übergewichts und Adipositas im Deutschen Ärzteblatt von 1949 - 2017

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URI: http://hdl.handle.net/10900/123614
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1236149
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-64978
Dokumentart: Dissertation
Date: 2022-01-28
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Wiesing, Urban (Prof. Dr. Dr.)
Day of Oral Examination: 2021-10-20
DDC Classifikation: 300 - Social sciences, sociology and anthropology
360 - Social problems and services; associations
610 - Medicine and health
Keywords: Fettsucht , Übergewicht , Inhaltsanalyse
License: Publishing license including print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung kindlichen Übergewichts und Adipositas im Deutschen Ärzteblatt. Zu diesem Zweck wurde im Untersuchungszeitraum von 1949 bis 2017 die Anzahl von 59 Artikeln zum Thema identifiziert und nach der Methode der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring untersucht. Sämtliche Aussagen zu den Kategorien Artikelformat, Ursachen, Bedeutung und Folgen, Interventionsziele und Interventionsansätze wurden quantitativ und qualitativ erfasst und analysiert. Die Darstellung kindlichen Übergewichts und Adipositas im Deutschen Ärzteblatt ändert sich im Verlauf der Zeit. Die 59 Artikel zum Thema verteilen sich ganz überwiegend auf die Jahre 1994-2008, während die Artikelzahlen ab 2009 zurückgingen. Dies steht im Gegensatz zum Verlauf der Artikelzahlen bei PubMed. Es wurden verschiedene Gründe für diese Diskrepanz diskutiert: Ein schwindender Optimismus bezüglich der Prävention und Therapie aufgrund ernüchternder Studienergebnisse stellt eine Erklärung dar. Unterstützt wird diese Ernüchterung durch die zunehmende Erkenntnis, dass es sich bei Adipositas um ein komplexes Problem handelt, dessen Entstehung sich nicht nur durch individuelle, sondern vor allem durch strukturelle und gesellschaftliche Faktoren erklären lässt. Die Betrachtung von Adipositas und Übergewicht als ein individuelles Problem ist im Deutschen Ärzteblatt stark repräsentiert. Dies zeigt sich an Aussagen, die individuelles Verhalten als ursächlich benennen, an der Fokussierung persönlicher Folgen für Betroffene und an der Forderung und Empfehlung von Verhaltensänderung als Gegenmaßnahme. Das Deutsche Ärzteblatt trägt durch diese Darstellung nicht dazu bei, dem Thema auf der politischen Agenda mehr Priorität zukommen zu lassen.

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