Die Häufigkeit zahnärztlich therapiebedürftiger Nebenbefunde im Rahmen der Digitalen Volumentomographie zur dreidimensionalen Implantatplanung

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/117838
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1178389
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-59213
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2021-08-10
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Zahnmedizin
Gutachter: Krimmel, Michael (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2012-07-06
DDC-Klassifikation: 610 - Medizin, Gesundheit
Freie Schlagwörter: DVT, Implantatplanung, Nebenbefunde, OPT, zahnärztliche Nebenbefunde, Digitale Volumentomographie, dreidimensionale Implantatplanung
Cone Beam, Incidental findings, Implant
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Das Ziel der vorliegenden Studie ist die Untersuchung der Häufigkeit von Nebenbefunden auf DVT-Aufnahmen in Bezug auf unterschiedliche DVT-Geräte. Mit der Orthopantomographie (OPT) wird ein zweidimensionales Röntgenbildgebungsverfahren zu Vergleichszwecken in dieser Studie berücksichtigt. Deskriptiv wird die Statistik der Häufigkeit der einzelnen Nebenbefunde in der DVT beschrieben und die Nebenbefunde werden nach ihrer zahnmedizinischen und allgemeinmedizinischen Relevanz überprüft. Darüber hinaus wird die Hypothese der besseren Differenzierung von Nebenbefunden im Gegensatz zur OPT und damit eines potenziellen Mehrwerts der DVT geprüft. Ebenfalls wird untersucht, ob die Nebenbefunde zu einer Therapieplanänderung der Implantation geführt haben. Als Nebenbefund wird ein Befund bezeichnet, der mit der eigentlichen Fragestellung, beziehungsweise mit der primären Indikation nichts zu tun hat. In der vorliegenden Studie ist die Indikation für die DVT-Aufnahme stets die präoperative Implantatplanung. Es werden 3 verschiedene DVT- Geräte verwendet. Jeweils 100 DVT-Aufnahmen des Kavo 3D eXam und des 3D Accuitomo 170 werden befundet, sowie 87 DVT-Aufnahmen des Veraviewepocs 3D R100. Die vorliegende Studie belegt ein häufiges Auftreten von Nebenbefunden auf DVT-Aufnahmen. Insgesamt wurden 287 DVT-Aufnahmen und 234 OPTs untersucht. Bei der Befundung der 287 DVT-Aufnahmen wurden 1011 Nebenbefunde diagnostiziert. Dies sind im Durchschnitt 3,52 Nebenbefunde pro Patienten. Insgesamt 86,4 % der Patienten weisen einen oder mehrere verschiedene Nebenbefunde auf. Der häufigste Nebenbefund ist die Sinusitis maxillaris bei 40,8 % aller Patienten. In den medizinisch relevanten Bereich fallen 64,2 % aller entdeckten Nebenbefunde. Zudem kann ein statistisch signifikanter Unterschied in der Häufigkeit der Erkennbarkeit dieser Nebenbefunde zwischen DVT und OPT festgestellt werden. Die Prävalenz an Nebenbefunden ist auf der DVT-Aufnahme signifikant höher. 47 % der Nebenbefunde können auf dem entsprechenden OPT nicht identifiziert werden. Zudem kam es aufgrund eines Nebenbefundes in 17,1 % der Patientenfälle zu einer Therapieplanänderung. In 5,6 % kam es allein aufgrund der DVT-Aufnahme zu einer Therapieplanänderung, die durch das alleinige Vorliegen eines OPT nicht stattgefunden hätte. Die Erweiterung der klassischen 2D-Verfahren in der Zahnmedizin in die dritte Dimension mittels der DVT bedeutet eine damit verbundene Zunahme an unerwarteten Nebenbefunden. Der die Aufnahme anfertigende Arzt oder Zahnarzt ist rechtlich verpflichtet das gesamte Volumen der DVT-Aufnahme zu befunden. Wie diese Studie zeigt, ist dies von enormer Bedeutung, da häufig auch Nebenbefunde außerhalb des maxillofazialen Bereiches liegen und klinische Relevanz haben.

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