MRT-morphologische Varianten des Patello-femoralen Gelenkes bei Patienten mit Patellaluxationen

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/110964
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1109643
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-52340
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2020-12-22
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Medizin
Gutachter: Schröter, S. (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2020-11-19
DDC-Klassifikation: 610 - Medizin, Gesundheit
Schlagworte: Patellaluxation
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Ziel der Studie war es anhand einer Vielzahl von verschiedenen Messparametern Risikofaktoren für eine Patellaluxation beziehungsweise ein Risikoprofil für eine Reluxationsgefahr nach bereits stattgehabter Luxation darzustellen. Insgesamt konnten drei Parameter eindeutige Unterschiede zwischen Patienten mit einmaliger Luxation und Reluxationspatienten aufzeigen. Reluxationspatienten hatten wesentlich höhere Werte des Koshino- und Blackburne- Peel-Index als Patienten mit einmaliger Luxation. Beim patello-trochleären Index verhielten sich die Werte genau entgegengesetzt. So zeigten Reluxationspatienten deutlich niedrigere Werte als Patienten mit einfacher Luxation. Alle drei Resultate weisen jeder für sich auf eine Patella alta oder zumindest eine Tendenz zu einem Patella-Hochstand hin. Man kann also davon ausgehen, dass ein erhöhter Koshino- und Blackburne-Peel-Index, beziehungsweise ein zu kleiner patello-trochleärer Index erhebliche Risikofaktoren für Patienten mit Patellaluxation darstellen, in Zukunft eine Reluxation zu erleiden. Inwiefern der Patella Shift und der Patella Tilt in die Beurteilung des initialen Risikoprofils miteingehen sollte und danach die Therapie festgelegt werden kann bleibt offen. Es scheint jedoch, dass diese Parameter dafür geeignet sind, die mediale Raffung als suffizientes Verfahren bzw. als unzureichend zu identifizieren. Mit den Ergebnissen des Insall-Salvati-Index und des Patella shifts zeigten sich wiederum Unterschiede in den unterschiedlichen Altergruppen. So wurde deutlich, dass die Gefahr einer patello-femoralen Instabilität beziehungsweise einer Patellaluxation im Jugendalter am höchsten ist und mit zunehmendem Alter beziehungsweise mit der daraus resultierenden Abnahme des Wachstums rückläufig erscheint. Bei den Messungen des Tibial Slope fiel auf, dass weibliche Patientinnen wesentlich höhere Werte zeigten als männliche. Erhöhte Tibial Slope-Werte spielen im Pathomechanismus der patellofemoralen Instabilität durchaus eine Rolle und liefern somit einen der Gründe, warum Frauen häufiger von Patellaluxationen betroffen sind als Männer [16, 17]. Wie auch schon in den oberen Abschnitten erörtert finden sich in der Literatur eine Vielzahl verschiedener Parameter, die zur Vermessung des Kniegelenkes herangezogen werden können. Allerdings ist nicht jede Messmethode für die Anwendung auf unterschiedliche Bildgebungsmöglichkeiten geeignet. Somit resultieren eine Vielzahl an publizierten Normwerten für unterschiedliche Bildgebungsverfahren. Ziel in Zukunft muss es dennoch sein, noch einheitlicher mit dem Thema patellofemorale Instabilität und Patellaluxation umzugehen. So müssen relevante Begriffe wie Patella alta genauer definiert werden, indem einheitliche Messverfahren angewendet werden und Normwerte beziehungsweise Grenzwerte einheitlich festgelegt werden.

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