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<title>4 Medizinische Fakultät</title>
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<id>http://hdl.handle.net/10900/42130</id>
<updated>2026-08-10T21:50:15Z</updated>
<dc:date>2026-08-10T21:50:15Z</dc:date>
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<title>Einfluss der intravenösen Kontrastmittelgabe auf die Berechnung der Knochenmarkdichte mit Hilfe von Dual-Energy-Computertomographie</title>
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<name>Kalb, Florian</name>
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<id>http://hdl.handle.net/10900/182137</id>
<updated>2026-08-10T09:50:51Z</updated>
<published>2026-08-10T00:00:00Z</published>
<summary type="text">Einfluss der intravenösen Kontrastmittelgabe auf die Berechnung der Knochenmarkdichte mit Hilfe von Dual-Energy-Computertomographie
Kalb, Florian
Diese auf einem retrospektiven, monozentrischem Forschungsdesign basierende Dissertation untersucht den Einfluss der intravenösen Kontrastmittelgabe auf die mit DECT berechnete Knochenmarkdichte sowie deren Korrelation mit klinischen Parametern. Die zugrundeliegende Hypothese des ersten Untersuchungsschritts dieser Arbeit lautet, dass die Berechnung der Knochenmarkdichte nicht signifikant durch die drei Kontrastmittelphasen, die Wirbelkörperhöhen oder deren Interaktion beeinflusst wird.&#13;
Die statistische Auswertung zeigt, dass die gemessene Knochenmarkdichte in der nativen Phase ohne Kontrastmittel am niedrigsten ist. Nach Beginn der Kontrastmittelgabe in der arteriellen Phase kommt es zu einem deutlichen Anstieg der Dichtewerte, während in der anschließenden portalvenösen Phase ein erneutes Absinken beobachtet wird. Der Einfluss des Kontrastmittels ist dabei zwischen der nativen und arteriellen Phase stärker ausgeprägt als zwischen der arteriellen und portalvenösen Phase.&#13;
Die in einer früheren Studie für das DECT beschriebene Abnahme der Knochenmarkdichte von kranialen zu kaudalen Wirbelkörpern konnte in dieser Arbeit bestätigt werden. Ergänzend zeigen die Ergebnisse, dass dieser Zusammenhang für alle drei Kontrastmittelphasen gilt. Darüber hinaus variiert der Einfluss des iodhaltigen Kontrastmittels in Abhängigkeit von der Wirbelkörperhöhe: In den kaudal gelegenen Brustwirbelkörpern (BWK 10, 11 und 12) treten stärkere Effekte auf als in den kranial gelegenen Lendenwirbelkörpern (LWK 1 und 2).&#13;
Die mittels repeated measures ANOVA durchgeführte weiterführende Analyse zeigt, dass sowohl die Kontrastmittelphase als auch die Wirbelkörperhöhe sowie deren Interaktion einen signifikanten Einfluss auf die gemessene Knochenmarkdichte ausüben. Der relative Beitrag beider Haupteffekte erweist sich dabei als vergleichbar. Auf Grundlage dieser Ergebnisse wurde die ursprünglich formulierte Nullhypothese verworfen. Die Ergebnisse stützen die Annahme der Alternativhypothese, dass die Berechnung der Knochenmarkdichte signifikant durch die drei Kontrastmittelphasen, die Wirbelkörperhöhen oder deren Interaktion beeinflusst wird.&#13;
Der Einfluss des Kontrastmittels auf die Knochenmarkdichte erweist sich als konzentrationsabhängig. Die tatsächliche Kontrastmittelkonzentration wird dabei maßgeblich durch physiologische und anatomische Faktoren bestimmt, die die Verteilungskinetik des Kontrastmittels beeinflussen. Dieser konzentrationsabhängige Effekt variiert in Abhängigkeit von der Zusammensetzung des Knochenmarks, die wiederum durch altersbedingte oder pathologische Involutionsprozesse verändert sein kann. Eine ausgeprägtere Knochenmarkverfettung ist offenbar mit einer insgesamt geringeren Kontrastmittelkonzentration sowie einer verlangsamten An- und Abflutung verbunden, was insbesondere in den kaudal gelegenen Wirbelkörpern zu beobachten ist. Darüber hinaus kann eine hohe trabekuläre Knochendichte die Messergebnisse verfälschen, da sie als potenzieller Störfaktor in den verwendeten VNCa-Nachbearbeitungsalgorithmen gilt.&#13;
Die Varianzanalyse mit wiederholten Messungen zeigte, dass neben der Kontrastmittelphase und der Wirbelkörperhöhe sowie deren Interaktion weitere Faktoren die Knochenmarkdichte beeinflussen. Daher wurde ergänzend der Einfluss klinischer Parameter unter Berücksichtigung des Kontrastmitteleffekts untersucht. Die zugrundeliegende Hypothese des zweiten Untersuchungsschritts lautet, dass die intravenöse Kontrastmittelgabe im Hinblick auf die Korrelation mit klinischen Parametern keinen signifikanten Einfluss auf die mit DECT berechnete Knochenmarkdichte ausübt.&#13;
Die Ergebnisse belegen einen mittelstarken, phasenunabhängigen altersassoziierten Effekt, der eine Abnahme der Knochenmarkdichte mit zunehmendem Lebensalter zeigt und damit frühere Beobachtungen bestätigt. Ob diese negative Korrelation als Konfundierung zu werten ist, da die altersbedingte Abnahme der Knochenmarkdichte physiologisch durch die Knochenmarkinvolution erklärbar ist, kann anhand der vorliegenden Untersuchung jedoch nicht abschließend beurteilt werden.&#13;
Darüber hinaus konnte kein eindeutiger Zusammenhang zwischen Geschlecht, Gewichtsklasse bzw. BMI und der mit DECT gemessenen Knochenmarkdichte festgestellt werden. Es zeigte sich allenfalls eine schwache Tendenz, wonach das männliche Geschlecht und ein höherer BMI mit einer erhöhten Knochenmarkdichte assoziiert sein könnten. Diese Ergebnisse sind jedoch statistisch nicht signifikant und nur als vorläufig zu bewerten.&#13;
Von den weiteren untersuchten laborchemischen Parametern wiesen ausschließlich steigende Leukozyten- und Thrombozytenzahlen einen moderaten Zusammenhang sowie eine phasenunabhängige signifikant positive Korrelation mit der Knochenmarkdichte in der unteren Brustwirbelsäule und der oberen Lendenwirbelsäule auf. Diese Befunde deuten darauf hin, dass mittels DECT nicht nur strukturelle, sondern auch funktionelle Veränderungen des Knochenmarks im Sinne einer gesteigerten hämatopoetischen Aktivität erfasst werden können.&#13;
Darüber hinaus zeigte sich eine signifikante positive Korrelation zwischen erhöhten C-reaktiven Proteinwerten und steigender Knochenmarkdichte, allerdings ausschließlich in der nativen Kontrastmittelphase.&#13;
Für weitere klinische Parameter wie Hämatokrit, Hämoglobin, Kreatinin und Erythrozytenzahl ergab die Analyse keinen signifikanten Einfluss der intravenösen Kontrastmittelgabe auf die Berechnung der Knochenmarkdichte mittels DECT.&#13;
Die weiteren untersuchten klinischen Einflussfaktoren zeigten, im Einklang mit der zweiten formulierten Arbeitshypothese, keinen Zusammenhang mit dem konzentrations- und wirbelkörperhöhenabhängigen Kontrastmitteleffekt. Dies bedeutet, dass klinische Variablen unabhängig von der Kontrastmittelphase quantifiziert und bei der Interpretation der Ergebnisse gesondert berücksichtigt werden müssen. Zudem bestehen starke Korrelationen zwischen den Messwerten unterschiedlicher Wirbelkörperhöhen und Kontrastmittelphasen innerhalb einer einzelnen DECT-Untersuchung. Die Knochenmarkdichte erweist sich somit innerhalb einer Untersuchung über alle drei Kontrastmittelphasen hinweg als weitgehend vergleichbar und kann für diagnostische Zwecke unter Berücksichtigung der jeweiligen Iodkonzentration bzw. Kontrastmittelphase zuverlässig verwendet werden.&#13;
Die vorliegende Dissertation liefert einen wesentlichen Beitrag zur Erforschung des Einflusses intravenöser Kontrastmittel auf die mit DECT bestimmte Knochenmarkdichte. Die Ergebnisse zeigen, dass der Kontrastmitteleffekt sowohl von der Konzentration als auch von der Wirbelkörperhöhe abhängt, während demografische und klinische Variablen wie Alter, Geschlecht oder laborchemische Parameter nur teilweise und überwiegend phasenunabhängig mit der Knochenmarkdichte korrelieren. Die beobachteten Zusammenhänge zwischen Kontrastmittelphase, Knochenmarkzusammensetzung und vertebraler Lokalisation verdeutlichen die Komplexität der Kontrastmittelkinetik und unterstreichen die Notwendigkeit einer präzisen Nachbearbeitung der Bilddaten.&#13;
Damit trägt die Arbeit nicht nur zum besseren Verständnis des Kontrastmitteleinflusses bei, sondern liefert zugleich eine Grundlage für die Optimierung und Weiterentwicklung bestehender Nachbearbeitungsalgorithmen, insbesondere im Hinblick auf die Reduktion konzentrationsabhängiger und anatomisch bedingter Artefakte. Um diese Erkenntnisse weiter zu validieren und in klinische Routinen zu überführen, sind jedoch weiterführende Untersuchungen mit größeren und differenzierteren Stichproben erforderlich.
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<dc:date>2026-08-10T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Prävalenz und Risikofaktoren oraler HPV-Infektionen im Zeitraum bis 5 Jahre nach Transplantation bei Patienten der DZIF-Transplantationskohorte am Standort Tübingen</title>
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<name>Fries, Nele Angela Sybille</name>
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<id>http://hdl.handle.net/10900/182136</id>
<updated>2026-08-10T09:22:51Z</updated>
<published>2028-07-08T00:00:00Z</published>
<summary type="text">Prävalenz und Risikofaktoren oraler HPV-Infektionen im Zeitraum bis 5 Jahre nach Transplantation bei Patienten der DZIF-Transplantationskohorte am Standort Tübingen
Fries, Nele Angela Sybille
Die Dissertation ist gesperrt bis zum 08. Juli 2028 !; 5 Zusammenfassung&#13;
Ein vermehrter Anstieg an Kopf-Hals-Tumoren, insbesondere&#13;
Plattenepithelkarzinome im Oropharynx wird mit dem Vorkommen einer oralen&#13;
HPV-Infektion assoziiert. Vor allem immunsupprimierte Menschen, wie zum&#13;
Beispiel Organtransplantatempfänger sind anfällig für Virusreaktivierungen oder&#13;
protrahierte Virusinfektionen und es konnte auch ein erhöhtes Risiko für HPV-&#13;
assoziierte Oropharynxkarzinome gezeigt werden.&#13;
In der vorliegenden Studie wurden 1005 bukkale Abstriche von 259 Tx-Patienten&#13;
der DZIF-Tx-Kohorte auf das Vorkommen von oraler HPV-DNA untersucht und&#13;
deren klinische Daten bezüglich einer möglichen Assoziation als Risikofaktor&#13;
untersucht. Die DZIF-Tx-Kohorte ist eine prospektive Studie, die an vier Orten in&#13;
Deutschland longitudinale Daten und biologische Proben von Tx Patienten&#13;
sammelt, um die Therapie von Tx-Patienten zu verbessern. Die bukkalen&#13;
Abstriche wurden zum Zeitpunkt der BL, 6 Monate, 12 Monate und bis zu 5&#13;
Jahren nach Tx gesammelt und stammten von Nieren-, Leber-, Pankreas-, und&#13;
hämatopoetischen Stammzell-Tx-Patienten. Zusätzlich konnten 65 bukkale&#13;
Abstriche von Organspendern auf ihren HPV-Status überprüft werden.&#13;
Die HPV-Prävalenz und Verteilung der HPV-Genotypen wurde durch eine HPV-&#13;
spezifischen Line Probe Assay (LiPA) ermittelt, der sehr sensitiv HPV-DNA&#13;
detektiert. Es wurden High- und Low-Risk-HPV-Typen des Genus alpha, sowie&#13;
β- und γ-HPV gefunden. Für die HPV-positiven Abstriche ohne genaue Typ-&#13;
Zuordnung wurde zusätzlich die Sanger Sequenzierung durchgeführt. Eine&#13;
qPCR für das zelluläre Referenzgen PGK 1 wurde bei allen Abstrichen&#13;
durchgeführt, um die Qualität (=Zellgehalt) der Proben zu evaluieren. HPV-&#13;
negative Proben mit unzureichendem Zellgehalt wurden aus der weiteren&#13;
Auswertung ausgeschlossen.&#13;
Nach Ausschluss von Proben mit niedriger Abstrichqualität konnte bei 29&#13;
Patienten HPV-DNA nach Tx (ohne Baseline) detektiert werden und die&#13;
Prävalenz (mindestens eine positive Probe) ergab 12,9%.&#13;
78&#13;
Die Punktprävalenzen, d.h. die Rate der bukkalen Abstriche mit positivem HPV-&#13;
Status pro Zeitpunkt betrugen zum Zeitpunkt der BL 5,8%, nach 6 Monaten 5,4%,&#13;
nach einem Jahr 6,7%, nach 2 Jahren 6%, nach 3 Jahren 3,4%, nach 4 Jahren&#13;
7,7% und nach 5 Jahren 5,1%.&#13;
Ein drastischer Anstieg oraler HPV-Infektionen/-reaktivierungen in den ersten 5&#13;
Jahren nach Tx scheint trotz der andauernden immunsuppressiven Therapie&#13;
nicht aufzutreten.&#13;
Die Untersuchung der klinischen Daten der Tx-Patienten zeigte eine Tendenz für&#13;
mehr orale HPV-Infektionen nach Tx bei männlichen Studienteilnehmern und Tx-&#13;
Patienten im erhöhten Alter, während der Zusammenhang zwischen einer oralen&#13;
HPV-Infektion und dem Organtyp und einer Abstoßungsreaktion statistisch nicht&#13;
signifikant war. Mittels Logistischer Regression wurde eine Tendenz für&#13;
vermehrtes Vorkommen von oraler HPV-DNA bei Leber-Tx-Patienten ermittelt.&#13;
Bei den Tx-Patienten mit HR-HPV-Infektionen konnte keine signifikante&#13;
Assoziation mit den Risikofaktoren gefunden werden.&#13;
Zwei Leber-Tx-Patienten zeigten vermutlich eine persistente orale HPV-Infektion&#13;
mit den HR-HPV-Typen-51 und-59.&#13;
Zusammenfassend wurde keine stark erhöhte Prävalenz an oralen HPV-&#13;
Infektionen in den ersten 5 Jahren nach Tx in der vorliegenden Studie festgestellt&#13;
und auch die Persistenz dieser konnte nur selten beobachtet werden. Da&#13;
eventuell der Effekt einer immunsuppressiven Therapie bezüglich oraler HPV-&#13;
Infektionen bei Tx-Patienten erst nach vielen Jahren sichtbar wird, wäre es&#13;
sinnvoll, die Untersuchung zu einem späteren Zeitpunkt zu erweitern.
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<dc:date>2028-07-08T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Selbstgesteuerte Nutzung von 360°-Entspannungsvideos im stationären Setting als Behandlungsbaustein für chronische Schmerzen und Fatigue: Proof-of-Concept-Studie (VR-Relax)</title>
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<name>Kellermann, David Willy</name>
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<id>http://hdl.handle.net/10900/182134</id>
<updated>2026-08-08T01:03:26Z</updated>
<published>2026-08-07T00:00:00Z</published>
<summary type="text">Selbstgesteuerte Nutzung von 360°-Entspannungsvideos im stationären Setting als Behandlungsbaustein für chronische Schmerzen und Fatigue: Proof-of-Concept-Studie (VR-Relax)
Kellermann, David Willy
Chronische Schmerzen und Fatigue treten gehäuft im Zusammenhang mit somatischen Erkrankungen auf, so auch bei Tumorerkrankungen wie dem Multiplen Myelom oder rheumatischen Erkrankungen wie der systemischen Sklerose. Diese beiden Symptome stellen eine immense Belastung für die Patienten dar. Behandler stoßen häufig an ihre Grenzen und Patienten fühlen sich mit ihren Problemen häufig allein gelassen. Aufgrund der Komplexität empfehlen die Leitlinien bei chronischen Schmerzen und Fatigue ein multimodales Therapiekonzept, in welchem auch die komplementäre Anwendung von Entspannungstherapien empfohlen wird. In der stationären Behandlung hat die Entspannungstherapie erfahrungsgemäß eine eher geringe Bedeutung. Eine Induktion von Entspannung mittels Virtual-Reality-Videos stellt eine attraktive Alternative zu herkömmlichen Maßnahmen zur Schmerzreduktion für den Krankenhausalltag dar. Studien zeigen positive Effekte von verschiedenen VR-Interventionen bei den oben genannten Symptomkomplexen. Insgesamt scheinen VR-Intervention ebenfalls von Patienten gut angenommen zu werden und präsentieren sich meist als sehr nebenwirkungsarm. Sowohl Schmerzen als auch Fatigue sind für die Patienten oftmals die bedeutendsten Faktoren für eine Minderung der Lebensqualität und einen Verlust der Funktionalität im Alltag und im Beruf. Eine adäquate Behandlung sollte daher mit hoher Priorität angestrebt werden. Innovative Techniken, wie z.B. VR-Entspannung, könnten hier in Zukunft eine bedeutende Rolle einnehmen, da sie durch ihre immersive Wirkung aversive Effekte, wie die Induktion von Entspannung, möglicherweise effektiver induzieren können als herkömmliche Methoden.&#13;
Diese Phase II-Studie untersucht Machbarkeit, Akzeptanz, Nutzerrückmeldungen und Effektgrößen von ad libitum genutzten 360° Entspannungsvideos, präsentiert über ein Head-Mounted-Display, bei n = 27 hospitalisierten Probanden mit Multiplem Myelom und Systemischer Sklerose. Es wurde untersucht, ob eine solche Therapie im stationären Setting umsetzbar ist, wie die Patienten diese annehmen und ob sich mögliche Effekte auf den Umgang der Probanden mit Schmerzen und Fatigue, auf allgemeines Wohlbefinden und Lebensqualität zeigten. Die genannten Parameter wurden mithilfe von Fragebögen, freiem Feedback und einem Nutzungstagebuch analysiert und ausgewertet. &#13;
Es konnte gezeigt werden, dass die VR-gestützte Induktion von Entspannung mittels 360-Grad-Videos sich gut im stationären Setting im Krankenhaus umsetzen lässt. Dabei handelt es sich um eine sichere und nebenwirkungsarme Intervention, die von den Probanden überwiegend gut akzeptiert wurde. Es zeigten sich keine signifikanten Effekte auf eine mögliche Veränderung der Schmerzbewältigungsmechanismen sowie der Schmerzen, der Fatigue, der Lebensqualität und des allgemeinen Wohlbefindens. Jedoch beschrieben die Patienten im freien Feedback schmerzreduzierende und das Wohlbefinden verbessernde Effekte. Hieran und bei Betrachtung vergleichbarer Studien, die solche Effekte beschreiben, kann man ein großes Potenzial der Intervention für weitere Studien feststellen.&#13;
Für zukünftige Studien sollten eine höhere Fallzahl und ein längerer Erhebungszeitraum zur Erhöhung der Wahrscheinlichkeit für positive Effekte auf Schmerzen und Fatigue, zur besseren Einbindung in das ganzheitliche therapeutische Konzept, Kontrollen zum Vergleich zu herkömmlichen Entspannungsverfahren und zur besseren Generalisierbarkeit der in dieser Studie erlangten Erkenntnisse angestrebt werden.
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<dc:date>2026-08-07T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Visualisierung nicht-ischämischer Myokardnarben mittels Dark-Blood Late Gadolinium Enhancement Technik in der kardialen Magnetresonanztomographie</title>
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<name>Geisel, Jan Niklas</name>
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<id>http://hdl.handle.net/10900/182114</id>
<updated>2026-08-08T01:00:17Z</updated>
<published>2026-08-07T00:00:00Z</published>
<summary type="text">Visualisierung nicht-ischämischer Myokardnarben mittels Dark-Blood Late Gadolinium Enhancement Technik in der kardialen Magnetresonanztomographie
Geisel, Jan Niklas
Die LGE-Technik ist ein in der kardialen MR-Bildgebung routinemäßig &#13;
eingesetztes Verfahren, mit deren Hilfe fibrotisch umgebaute Myokardareale &#13;
zuverlässig visualisiert werden. Zur Optimierung der Kontrastschärfe wurden &#13;
unterschiedliche LGE-Techniken entwickelt, darunter die Dark-Blood- und die &#13;
Bright-Blood-LGE-Technik.  &#13;
Zahlreiche Studien haben sich dem Vergleich dieser beiden Techniken gewidmet &#13;
bezogen auf die Visualisierung ischämisch bedingter Myokardfibrosen. Im &#13;
Ergebnis kristallisierte sich dabei eine Präferenz zugunsten der Dark-Blood-LGE&#13;
Technik heraus. Außerdem konnten bereits charakteristische LGE-Muster für &#13;
eine Vielzahl nicht-ischämischer Kardiomyopathien bestimmt werden, deren &#13;
Kenntnis die Abklärung differentialdiagnostischer Fragestellungen erleichtern &#13;
kann.  &#13;
Allerdings ist für dieses Krankheitsspektrum bislang nicht hinreichend untersucht, &#13;
inwiefern sich Dark-Blood- und Bright-Blood-LGE-Technik bei der Visualisierung &#13;
nicht-ischämischer Myokardnarben unterscheiden. &#13;
Daher ist es das Ziel der folgenden Nichtunterlegenheitsstudie, zu untersuchen, &#13;
ob das für subendotheliale Narben präferierte Dark-Blood-LGE-Verfahren auch &#13;
einen Benefit für die Visualisierung nicht-ischämischer Kardiomyopathien bietet &#13;
oder zumindest nicht schlechter als das Bright-Blood-LGE-Verfahren ist.&#13;
Die Dark-Blood-LGE-Technik erwies sich gegenüber der Bright-Blood-LGE&#13;
Technik als nicht unterlegen in der Visualisierung nicht-ischämischer &#13;
Kardiomyopathien. Die nicht-ischämischen Late Gadolinium Enhancement &#13;
Areale wurden in der Dark-Blood-LGE-Technik mit einer Sensitivität von 99% und &#13;
einer Genauigkeit von 99% zuverlässig dargestellt. Mit einer Spezifität von 99% &#13;
wurden Patienten ohne myokardiale Fibrosierung ebenso zuverlässig erkannt.  &#13;
Auch im quantitativen Vergleich der beiden LGE-Techniken zeigten sich keine &#13;
signifikanten Unterschiede in der Abbildung der nicht-ischämischen Late &#13;
Gadolinium Enhancement Areale. Die Ausdehnung des Narbengewebes wurde &#13;
mit einem durchschnittlichen Unterschied von 0,1% zwischen den beiden LGE&#13;
Techniken nahezu gleich groß abgebildet.  &#13;
Die Ergebnisse in dieser Studie könnten den Stellenwert der Dark-Blood-LGE&#13;
Technik in der klinischen Routinediagnostik erhöhen. In vorhergehenden Studien &#13;
wurde bereits eine Überlegenheit der Dark-Blood-LGE-Technik gegenüber der &#13;
Bright-Blood-LGE-Technik in der Visualisierung ischämischer Narben gezeigt. Im &#13;
Rahmen dieser Arbeit konnte eine Nicht-Unterlegenheit in der Darstellung nicht&#13;
ischämischer Kardiomyopathien gezeigt werden.
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<dc:date>2026-08-07T00:00:00Z</dc:date>
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